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Was ist WhatsApp?

Screenshot WhatsApp
Quelle: klicksafe.de

WhatsApp ist ein sogenannter Messengerdienst. WhatsApp und die vielen anderen Messengerdienste haben die SMS endgültig abgehängt. Ihre Nutzung ist im Vergleich zum SMS-Versand in der Regel deutlich günstiger. Man kann Videos und Bilder verschicken, Gruppen bilden und mit mehreren Personen gleichzeitig innerhalb einer Gruppe Inhalte teilen. Von der Idee her sehr praktisch.

Einer der derzeit beliebtesten Instant-Messenger ist WhatsApp. Mehr als 32 Millionen Menschen nutzen den Dienst in Deutschland; weltweit zählt die Anwendung in etwa 1 Milliarde aktive Nutzerinnen und Nutzer. Diese versenden täglich 42 Milliarden Nachrichten, 1,6 Milliarden Fotos, sowie 250 Millionen Videos (Stand: Januar 2016; Quelle: allfacebook.de). Der Versand von Nachrichten über den WhatsApp-Messenger erfolgt über das Internet. Es ist daher - abgesehen von Kosten für den (mobilen) Internetzugang - kostenlos, Nachrichten mittels WhatsApp zu verschicken.

Warum ist WhatsApp nicht die beste Wahl?

Ein großer Kritikpunkt war in der Vergangenheit das Fehlen einer zuverlässigen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Diese Technologie stellt sicher, dass wirklich nur du und der am anderen Ende vorgesehene Empfänger die Nachricht lesen kann und niemand Drittes dazwischen. Mittlerweile hat WhatsApp jedoch auf die anhaltende Kritik reagiert und ebenfalls eine solche Verschlüsselung installiert. Laut einem Artikel von heise Security funktioniert die Verschlüsselung auch wie versprochen. In dem Artikel wurde zudem eine hilfreiche FAQ zum Thema bereitgestellt.

Obwohl die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung lobenswert ist, bleiben viele Kritikpunkte offen. Vor allem durch die letzte AGB-Änderung wird klar, warum Facebook es sich leisten kann, WhatsApp kostenlos anzubieten und dennoch Geld damit zu verdienen.

So räumt sich Facebook mit den neuen AGBs das Recht ein, von Whatsapp sowohl deine Telefonnummer als auch deine Nutzungsdaten – also wann und wie häufig du WhatsApp benutzt und mit wem du dabei eigentlich kommunizierst – zu übernehmen.

Was kann man tun? Eigentlich ist es ganz einfach: Weg von der „Datenkrake“ Facebook/WhatsApp und hin zu einem datenschutzfreundlicheren Anbieter. Doch warum ist es so schwer, zu wechseln und seine Freunde zu überzeugen?

Hier ein paar Argumente für dich und deine Freunde:

1. In regelmäßigen Abständen wird das vollständige Adressbuch des Nutzers an die amerikanischen Server von WhatsApp Inc. weitergeleitet. WhatsApp bekommt also nicht nur deine eigenen Daten (Name, Telefonnummer, Standort), sondern auch die Daten aller Kontakte in deinem Adressbuch, selbst wenn diese WhatsApp nicht einmal installiert haben und gar nicht wollen, dass WhatsApp ihre Daten hat.

2. WhatsApp kann trotz der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sehen, wer wann mit wem kommuniziert. Sie haben Zugriff auf die sogenannten Nutzungsdaten. Im ersten Moment mag es gar nicht so schlimm erscheinen, dass WhatsApp weiß, wann du mit jemandem kommunizierst. Forscher von der Stanford-Universität haben hierzu jedoch im Jahr 2014 eine Studie durchgeführt und sehr schnell Erschreckendes festgestellt: Die vermeintlich unwichtigen Verbindungsdaten geben Geheimnisse preis, die man selbst seinen besten Freunden kaum anvertrauen möchte.

3. All diese Informationen werden nun auch noch mit Facebook geteilt und durch die neuen AGBs kann man dem auch überhaupt nicht widersprechen. Facebook sammelt über dich zu den bisherigen Daten, wie z.B. Musikgeschmack, politische Einstellung, Sportverein etc. nun auch noch Informationen darüber, wie oft du mit wem kommunizierst – egal, ob du bei Facebook bist oder nicht. Denn wenn einer oder mehrere deiner Kontakte einen Facebook- Account haben, kann man über den Geschmack, die Einstellung und auch den Freundeskreis deiner Freunde genauso viel über dich erfahren. So entsteht ein Profil von dir bei einem amerikanischen Unternehmen, bei dem du noch nicht einmal sicher sein kannst, was es alles von dir weiß.

Und wozu das alles? Facebook vermarktet unsere Aufmerksamkeit, unsere Emotionen und unsere Informationen – das macht das Unternehmen so erfolgreich.

Um Freunde und Familie von alternativen Messengern zu überzeugen, hilft der Artikel von netzpolitik.org, die 5 gute Argumente zusammengetragen haben.

Account-Informationen nicht mit Facebook teilen

Seit neuestem nimmt WhatsApp sich das Recht heraus, deine Telefonnummer und weitere Informationen, z.B. wann und wie häufig du WhatsApp nutzt, an Facebook weiterzuleiten. Dem kannst du leider nicht widersprechen. Es bleibt dir jedoch die Möglichkeit WhatsApp mitzuteilen, dass diese Informationen nicht für die Facebook-Werbung verwendet werden dürfen.

Variante 1:

  1. Sofern du den neuen Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie noch nicht zugestimmt hast: Klicke vor dem Zustimmen der aktualisierten Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie auf "Lies".

  2. Wenn du beim Text ganz nach unten gescrollt hast, kannst du den notwendigen Haken entfernen, der bei folgendem Punkt automatisch gesetzt ist: "Meine WhatsApp-Account-Informationen mit Facebook teilen, um meine Erlebnisse mit Werbung und Produkten auf Facebook zu verbessern. Unabhängig von dieser Einstellung werden deine Chats und Telefonnummer nicht auf Facebook geteilt."

  3. Klicke auf "zustimmen".

Variante 2:


Wenn du schon den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie zugestimmt hast, verbleiben dir weitere 30 Tage Zeit, um die Auswahl zurückzusetzen.

  1. Gehe in die App zu "Einstellungen" > Account > Meine Account-Info teilen

  2. Entferne das Häkchen (oder den Schieberegler) bei "Meine Account-Info teilen"

Video:

Hier wird genauer erklärt, wie du WhatsApp daran hindern kannst, deine Daten an Facebook weiterzugeben.

Hast du dir mal die Allgemeinen Geschäftsbedingungen durchgelesen? Schwer, oder? Vor allem, weil sie nur auf Englisch verfügbar sind! Und das, obwohl WhatsApp schon seit Mai 2014 per Gerichtsurteil verpflichtet ist, sie in Deutsch zur Verfügung zu stellen. (http://www.heise.de) Etwas unverständlich für ein Unternehmen, dass zum Mega-Konzern Facebook gehört. Oder Absicht?

Tipps im Umgang mit WhatsApp

WhatsApp Inc. wurde und wird kritisiert, die Sicherheit der Nutzerdaten nicht ausreichend zu gewährleisten. Dies gilt vor allem für die älteren Versionen des Messengers.

Tipp:

Es ist ratsam, zumindest immer die aktuellste Version des WhatsApp Messengers zu nutzen. Updates sollten daher, sobald diese publiziert sind, auch installiert werden!

Für Aufregung sorgten die blauen Häkchen, die es mit einem Update im November 2014 gab. (www.heise.de)

Tipp:

Du willst die blauen Häkchen eigentlich auch nicht mehr!? Der Juuuport & Medienscout MV Marcel hat es recherchiert: https://www.juuuport.de/web-thema/lesebestaetigung-bei-whatsapp-deaktivieren

Wer einen Messenger-Dienst nutzt, muss sich im Klaren darüber sein, dass die Anwendungen auf das Adressbuch, GPS oder andere Sachen zugreifen, um alle Funktionen ausführen zu können. Auf diese Art und Weise funktioniert das Prinzip dieser Dienste. Aber es gibt erhebliche Unterschiede in der Sicherheit, Verschlüsselung und in den Einstellungsmöglichkeiten. So möchte WhatsApp nicht nur Zugriff auf das vollständige Telefonbuch, sondern auch auf SMS-Nachrichten und Bilder. Je nach Art und Version deines Betriebssystem  (sei es Apples iOS oder Android in der Version 5 oder 6, etc.) sind diese Rechte unterschiedlich gesetzt oder können unterschiedlich eingeschränkt werden. Alternative Messengerdienste wollen nicht so tief in unsere Privatsphäre und haben andere Zugriffe oder Standardeinstellungen. Genau Details dazu findest du hier. Auf der anderen Seite, wenn keiner in deinem Umfeld eine Alternative benutzt, dann wird Threema, SIMSme, Signal 2.0 & Co. schnell langweilig. Mach doch mal den Test in deiner Familie oder im Verein. Überrede deine Leute im Umfeld, das mal auszuprobieren. Und du wirst sehen: im Handling gibt es keinen Unterschied.

Tipp:

Um auf Nummer sicher zu gehen solltest du überlegen ob nicht auch andere Messengerdienste für dich in Frage kommen. Dienste in etwa, bei den auch wirklich nur Absender und Empfänger die Nachrichten entschlüsseln können. Unabhängige Fachleute empfehlen daher z.B.

Threema (https://threema.ch/de/),

SIMSme (http://simsme.de),

Signal 2.0 (https://whispersystems.org),

Chiffry (http://get.chiffry.de/) und

Pidgin/OTR (http://www.pidgin.im / http://www.cypherpunks.ca/otr/) zum chatten.

Für weitere Informationen zu den genannten Alternativen, kannst du den Links in der rechten Spalte folgen.

Wenn du jetzt sagst: Ich kann aber nicht auf WhatsApp verzichten, denn dann bin ich raus aus der Kommunikation mit Freunden, Mitschülern, etc., dann ist das auch eine Entscheidung.

Aber bitte bedenke:

Bei WhatsApp ist es nicht möglich, Privatsphäre-Einstellungen zu wählen oder den Zugriff auf deine Chats mit Freunden zu verweigern. Es liegt also an dir, auf versendete Inhalte zu achten. Das heißt, man sollte nur solche Inhalte versenden, die jeder lesen oder sehen dürfte. Es gilt auch hier: Erst denken, dann schreiben!

Watchyourweb.tv - Folge 9 - WhatsApp
Quelle: watchyourweb.de

Noch mehr Informationen zu WhatsApp bekommst du auf der Seite "Zusatzwissen".

Weitere Informationen

Fakten zur WhatsApp-Übernahme: Facebook kauft ein Telefonnummernverzeichnis
von: iphone-ticker.de

Die dunkle Seite von WhatsApp
von: androidpit.de

Wissen wie's geht: WhatsApp
von: internet-abc.de

Informationen zu WhatsApp
von: klicksafe.de

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von: saferinternet.at

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von: youngdata.de

 

Video

Die besten Whatsapp-Alternativen
von: stern.de

Alternativen

Threema
von: threema.ch

SIMSme
von: Deutsche Post

Signal 2.0
von: Open WhisperSystems

Chiffry
von: Chiffry

Pidgin
von: pidgin.im

OTR
von: otr.cypherpunks.ca