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Tumblr

Tumblr-Logo
Quelle: tumblr / Wikimedia

Tumblr ist eine Mischung aus Sozialem Netzwerk und Microblogging-Plattform. Das Angebot besteht seit 2007, wurde von David Karp gegründet und im Mai 2013 von Yahoo aufgekauft. Die Idee hinter Tumblr ist, Nutzern eine einfach zu handhabende Möglichkeit zu bieten, eigene Blogs zu erstellen. In den Tumblr-Blogs finden sich Einträge in Form von Bildern, Videos, Texten, Links etc. die ähnlich eines Gedankenstroms oder einer Pinnwand im Blog festgehalten werden. Daher kommt auch der Name, Tumblr, denn das englische Wort, to tumble, bedeutet stürzen, purzeln, fallen. Es steht also sinnbildlich für das schnelle, teils zusammenhanglose Erstellen von Blog-Einträgen. Jason Kottke, der 2005 diese Art von Microblogs erstmals als Tumbleblogs bezeichnete, definierte sie als einen „quick and dirty stream of consciousness“, also einem schnellen und wenig strukturierten Gedankenstrom.

Tumblr erfreut sich derzeit weltweit großer Beliebtheit: Im Moment sind nach eigenen Angaben 136,2 Millionen Blogs gelistet und 60,8 Milliarden Blog-Einträge (Stand:10.10.2013). Unter den 13 bis 25-Jährigen ist Tumblr gar so beliebt, dass der Dienst nach einer Studie des US-amerikanischen Marktforschungsinstituts, Forbes, sogar Facebook überflügelt. In Tumblr steht nicht das Produzieren eigener Inhalte im Vordergrund, sondern die Eigendarstellung durch das Liken, Folgen und Rebloggen fremder Inhalte.

Probleme in Tumblr

Potentiell unbegrenztes Publikum

Die Beiträge, die ein Tumblr-Nutzer postet, sind von einem potentiell unbegrenzten Publikum einsehbar, denn die Blogs sind öffentlich über Suchmaschinen auffind- und einsehbar. Kritisch ist auch die von Tumblr gegebene Möglichkeit einzuschätzen, die Einträge eines Tumblr-Blogs parallel auch über Facebook und Twitter zu verbreiten. In Facebook wird dann das jeweilige Symbol für die Art des Eintrags, also ob Text-Post, Bild, Video etc. angezeigt. Klickt man in Facebook auf dieses Symbol, wird der Nutzer zu dem Blog-Eintrag auf Tumblr geleitet. Entsprechendes gilt für Twitter. Auf diese Weise werden Inhalte nicht nur für Mitglieder von Tumblr, sondern auch für die Nutzer von Facebook und Twitter sichtbar. Das bedeutet, dass problematische Inhalte wie z. B. sexualisierte gewalthaltige oder schikanierende Inhalte auch auf diese Seiten gelangen können.