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Private-Web

Nach dem Social Web (Web 2.0) kommt jetzt womöglich das Private Web. Die Datensammelwut der amerikanischen und der englischen Geheimdienste führt jedenfalls dazu, dass sich Internet-Nutzer aktiver als bisher mit dem Thema Sicherheit und Privatsphäre im Netz auseinandersetzen und gleichzeitig diverse Unternehmen immer häufiger und mehr Privacy-Leistungen anbieten.

So erfreut sich die Suchmaschine DuckDuckGo zunehmender Beliebtheit – der Dienst verzichtet auf das Tracking seiner Nutzung oder das Speichern entsprechender Daten. Problem: Die Suchmaschine liefert weitgehend Ergebnisse, die aus den USA kommen. Eine europäische Alternative dazu ist startpage, die ebenfalls auf das Speichern von Nutzerdaten verzichtet.

Tastatur mit Selbstdatenschutztaste
Quelle: LfDI RLP

Zudem positionieren sich erste Mail-Services, die Mails standardmäßig via PGP verschlüsseln wollen. So bietet StartMail einen Mail-Server mit PGP-Verschlüsselung an.

Aber nicht nur Suchmaschinen und Mail-Anbieter berichten vom wachsenden Interesse, sondern auch Cloud-Services für Daten oder die Facebook-Alternative Diaspora.

Viele meinen, dass der Privacy-Trend auch das Web 2.0 nachhaltig verändern wird. Was momentan kaum denkbar erscheint, dass Giganten wie Facebook womöglich ernsthafte Konkurrenz bekommen, könnte von Diensten, die zuerst auf Datensicherheit ihrer Nutzer setzen, schon bald Realität werden.
Im Zuge der NSA-Spähaffäre hat Yahoo in den USA erstmals seit 2011 wieder Google bei der Anzahl der Seitenbesuche überholt.

Eine umfangreiche Liste mit Programmen, die mehr Datensicherheit versprechen, bietet die Seite prism-break.org

Hinweise zum Selbstdatenschutz, wie etwa die Vermeidung von Datenspuren, die Verschlüsselung von E-Mails, die sichere Nutzung von Dropbox & Co. oder die Dateninkontinenz von Smartphones, findest du auf der Seite des rheinland-pfälzischen Datenschutzbeauftragten.