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Offline

Von deinen Altersgenossen sind fast alle im Netz. 97 % der 14- bis 19-Jährigen. Das ist auch gut so. Ohne das Netz kommt man heutzutage kaum noch zurecht. Und wenn es nur darum geht, sich Informationen zu besorgen oder mit Freunden Kontakt zu halten.

Trotzdem ist nicht jeder online. Die Umfragen sagen: 20 % der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland waren noch nie im Internet. Und das sind nicht alles Häftlinge, die bekanntermaßen in Haft keinen Internetzugang haben dürfen.

Europaweit sind 22 % der Einwohner noch offline. Vor allem in Rumänien, Griechenland und in Bulgarien ist die Zahl der Offliner groß. Sie beträgt in diesen Ländern teilweise mehr als 40 % der Erwachsenen.

Aber zurück in unser Land. Hier steigt auch die Zahl derjenigen, die das mobile Internet nutzen. Jeder Dritte der über 14-Jährigen ist bei uns ein mobiler Onliner, das sind rund 26 Millionen Menschen, darunter 3,5 Millionen 14- bis 19-Jährige (vgl. Link zu TOP 30 der mobilen Angebote und der mobilen Apps).

Soweit so gut. Die Frage ist nur, wie lange ist man täglich online und was tut man in dieser Zeit?

Im Schnitt sind es drei Stunden, die deine Altersgenossen im Netz unterwegs sind. Täglich. Das ist viel, vor allem ist es auf die Dauer viel. Bei Erwachsenen führt dies dazu, dass sie manchmal den Stecker rausziehen oder das Handy ausmachen. Offline. Nicht ständig erreichbar sein. Sich von dem Online-Stress erholen. Er kann zu ebenso seltsamen wie gravierenden Ergebnissen führen.

Forscher haben herausgefunden, dass ein „Kopfarbeiter“ sich im Schnitt nur 11 Minuten mit einer Aufgabe befasst, bevor seine Aufmerksamkeit durch einen Anruf, eine Mail, eine SMS, Push-Mitteilungen oder Surfen im Netz unterbrochen wird. Dann kann es durchschnittlich 25 Minuten dauern, bis er sich wieder der alten Aufgabe widmet und dann sind oft schon wieder neue Aufgaben hinzugekommen. Fazit: Das digitale Dauerfeuer lenkt oft von unseren Aufgaben ab und stresst uns.

Man könnte meinen, dass das auch dazu führt, dass immer mehr Menschen aus dem Netz aussteigen. Aber das ist nicht der Fall. Jedenfalls steigt kaum jemand auf Dauer aus. Der zeitweise Ausstieg als Experiment, als Selbstversuch nimmt aber zu. Ziel ist es dann immer, einen produktiven Umgang mit der digitalen Welt zu lernen und zu entwickeln.

Man kann damit ganz unspektakulär anfangen. Wer will, soll es mit folgenden Tipps versuchen:

1. Man kann für sich Offline-Zeiten definieren.

2. Vielleicht einen handylosen Tag in der Woche einlegen.

3. Beim Essen keine Handys mit an den Tisch bringen.

4. Den Tag nicht gleich online beginnen.

5. Einen Urlaub offline durchziehen.