www.youngdata.de https://www.youngdata.de de_DE TYPO3 News Thu, 26 Jan 2023 14:55:07 +0100 Thu, 26 Jan 2023 14:55:07 +0100 TYPO3 EXT:news news-493 Tue, 22 Nov 2022 08:47:10 +0100 Ausgespäht durch Katzenfutterautomat https://www.youngdata.de/detail/news/ausgespaeht-durch-katzenfutterautomat/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0a2d5d3f31ba2ba17852239000cd14fd Mit einem ungewöhnlichen Problem hat eine Frau aus NRW sich an die Polizei gewendet. Jemand habe Video- und Tonaufnahmen aus ihrer Wohnung gemacht und diese ins Internetgestellt. Als Werkzeug diente dazu anscheinend ein Smart-Home Gerät - ein digitaler Katzenfutterautomat. Die Frau hatte ein soches Gerät in ihrer Wohnung. Der Automat verfügt über eine Kamera und ein Mikrofon, so dass der Besitzer aus der Ferne über sein Smartphone sehen kann, was sein Haustier macht. Diese Spielerei wurde im Fall der Frau wohl von außen gehackt, vermutlich weil jemand Zugriff auf ihr W-Lan hatte. Auch denkbar ist, dass die Benutzerin schlicht die Zugangsdaten zum Webserver des Gerätes nicht geändert hat. Da diese oft in den mitgelieferten Bedienungsanleitungen stehen und manchmal für alle Geräte es Herstellers gleich sind, könnte sich jemand auch einfach die Logindaten aus dem Netz gesucht haben und sich direkt in den zugehörigen Webserver eingeloggt haben.Die Polizei weist in diesem Zusammenhang daher nochmals darauf hin, dass smarte Geräte mit Kameras, seien es Saugroboter, Kühlschränke oder eben Haustierspielzeuge, nur in abgesicherten W-Lans betrieben werden sollten. Außerdem sollten die Geräte nicht in Räumen aufgestellt werden, in denen es zu Verletzungen der Privatspäre kommen kann, wie dem Schlafzimmer oder dem Badezimmer. Zudem solltet ihr die Standard-Login-Passwörter, die ihr in der Bedienungsanleitung findet, durch ein eigenes Passwort ersetzen.

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spiegel.de

 

 

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news-492 Tue, 25 Oct 2022 13:26:42 +0200 Dein Smartphone weiß, wann du stirbst! https://www.youngdata.de/detail/news/dein-smartphone-weiss-wann-du-stirbst/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=81bb5676a4fedf422cea2a1dfe3506df Wie die meisten wahrscheinlich wissen, enthalten Smartwatches und Fitnessuhren sog. Bewegungssensoren, die deinen Gesundheitszustand an der täglichen Bewegung bzw. körperlichen Aktivität messen. Worüber sich einige allerdings nicht bewusst sind, ist, dass Smartphones ebenfalls ähnliche Bewegungssensoren enthalten. Wie eine Studie mit 100.000 Erwachsenen herausfand, können Sensoren das Risiko auf den Tod einer Person in den nächsten fünf Jahren voraussagen. Dazu reicht es aus eine kurze Zeit mit dem Gerät zu laufen, denn nach sechs Minuten wird das Sterberisiko sofort ermittelt.
Im Klartext bedeutet dies: Nicht nur deine Smartwatch, oder Fitnessuhr erfasst deine Gesundheitsdaten, sondern auch dein Smartphone! Dies stellt noch ein viel größeres Problem dar, da mittlerweile fast jeder ein Smartphone besitzt und Smartwatches sowie Fitness-Tracker lediglich von einer Minderheit verwendet werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass tief in die Privatsphäre von allen Smartphone-Nutzern weltweit (mehr als 4 Milliarden) eingegriffen wird.
Da das Smartphone somit sensible Gesundheitsdaten erhält, fordern die Forscher, dass der Gesetzgeber neue Vorgaben rund um die Transparenz und den Schutz der erhobenen sensiblen persönlichen Informationen erlassen soll.

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heise.de
 

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news-491 Fri, 21 Oct 2022 09:43:25 +0200 Bußgeld gegen Gesichtserkennungs-Software https://www.youngdata.de/detail/news/bussgeld-gegen-gesichtserkennungs-software/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6ba4c910d4a6dd26ba485e718e2af9b5 Die französische Datenschutzaufsichtsbehörde CNIL hat gegen das US-Unternehmen "Clearview AI" eine Geldstrafe in Höhe von 20 Millionen Euro verhängt. Das Unternhemen sammelt weltweit aus Datenbanken Gesichtsbilder und analysiert diese. Auch aus Videos erfasst Clearview Bilder, auf denen Personen identifizierbar sind. Insgesamt soll der Bestand der Fotos inzwischen bei über 20 Milliarden liegen - also fast dreimal so viele, wie es überhaupt Menschen gibt. Es kann also gut sein, dass auch du schon in den Datenbanken des Unternehemens auftauchst, weil du in einem Youtube- oder TikTok-Video kurz zu sehen bist. Die App des Unternehmes macht es dabei möglich, das man ein Foto von dir hochlädt und dich damit all en anderen Fotos von dir zuordnen kann. Dabei achtet das Unternehmen die Rechte der Betroffenen nicht, sammelt die Fotos ohne Einwilligung und speichert sie auf unbestimmte Zeit ab, ohne Löschanträgen angemessen nachzukommen. Das Gschäftsmodell des Unternehmes besteht darin, gegen Geld Suchen in seiner Datenbank durchführen zu lassen und Personen zu identifizieren. Hiervon machen bislang unter anderem Strafverfolgungsbehörden Gebrauch. Da Clearview auch in anderen Ländern bereits mit Strafen belegt worden ist und auch gegenüber einer Abmahnung durch die CNIL im vergangenen Jahr nicht reagiert hatte, droht dem Unternehmen nun bei Nichbeachtung der Auflagen ein Zwangsgeld von 100.000 € - pro Tag!. 

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heise.de 

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news-490 Fri, 07 Oct 2022 18:47:38 +0200 „LGBTQ“, „Klimakrise“, „Gas“ etc. - TikTok zensiert Deine Kommentare https://www.youngdata.de/detail/news/lgbtq-klimakrise-gas-etc-tiktok-zensiert-deine-kommentare/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2ae6b27ea4c1d23a3e2189a82077363a Die chinesische Social Media Plattfotm „Tiktok” ist bei vielen Jugendlichen sehr beliebt. Was die meisten allerdings nicht wissen, ist, dass die Plattform fragwürdige Wortfilter nutzt, die bestimmte Kommentare verstecken. Die User: innen bekommen dabei keine Benachrichtigung, oder Warnung und die eigenen Kommentare bleiben für sie selbst sichtbar, sodass die Nutzer: innen nicht merken, dass ihre Kommentare unterdrückt wurden.

TikTok betreibt schon seit langer Zeit die Technik des Shadow-Bannings (Schattenbann). Inhalte, die der Plattform problematisch erscheinen, werden also nicht gelöscht, sondern gezielt unsichtbar gemacht, sodass bei den Nutzern der Eindruck erweckt wird, dass ihre Kommentare öffentlich seien.

Nach Berichten der „Tagesschau” ist die Liste der Begriffe, die auf TikTok zensiert werden, sehr lang. Die Fernsehsendung führte Test-Postings auf Tiktok durch. Was den Wortfilter so fragwürdig erscheinen ließ, war, dass neben Begriffen wie “Porno”, “Sex”, oder “Nazi” unter anderem Begriffe wie “LGBTQ”, “gay”, oder “Klimakrise” zensiert wurden. Zudem unterdrückte die Plattform Wörter aus dem Kontext des Ukrainekriegs, wie z.B “Völkerrecht”, oder “Truppen”.

Den Berichten der „Tagesschau” zufolge erklärte das Unternehmen nun wie zu erwarten, dass man lediglich versuche zu verhindern, dass gegen die TikTok-Richtlinien verstoßen wird und es zu Spam-Verhalten kommt. In diesem Fall vermutet das Unternehmen allerdings, dass Kommentare, die nicht gegen die Richtlinien verstoßen haben, fälschlicherweise als potenziell schädlich gekennzeichnet wurden. “Dies hätte nicht passieren dürfen, und wir werden unsere automatisierten Systeme weiter trainieren, um eine faire und einheitliche Moderation zu gewährleisten", erklärte eine Tiktok-Sprecherin.

Doch bereits im vergangenen März hat die „Tagesschau” über die Wortfilter von TikTok berichtet. Zu den Begriffen die damals blockiert wurden, zählten Wörter wie “Nationalsozialismus”, oder “Ausschwitz”. Das Unternehmen hatte sich damals schon ähnlich zu dem Thema geäußert. Bei einigen Worten ist es zwar nachvollziehbar, dass sie aus Gründen des Jugendschutzes blockiert werden, jedoch ist es äußerst fraglich, wo das Problem bei Begriffen wie “gay” oder “Klimawandel” liegt. Dadurch, dass TikTok Begriffe wie diese zensiert, macht die Plattform einen sehr intoleranten Eindruck – und nicht nur das, denn auch der Meinungsaustausch auf der Plattform wird eingeschränkt. Debatten über sensible und kontroverse Themen, bieten vor allem Jugendlichen einen enormen Mehrwert, aber diese werden durch die Wortfilter nur erschwert.

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spiegel.de
n-tv.de

 

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news-487 Thu, 29 Sep 2022 13:33:38 +0200 Alexa horcht ins Kinderzimmer – Sprachassistenten schlecht für die Entwicklung von Kindern https://www.youngdata.de/detail/news/alexa-horcht-ins-kinderzimmer-sprachassistenten-schlecht-fuer-die-entwicklung-von-kindern/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ac53bd6949a81c4ce6dd326d3bd4dac2 Mit vermeintlich „kindgerechten“ Funktionen versucht Amazon zukünftig auch Kinderzimmer abzuhören. In einer bald auf den Markt kommenden Version wurde der Sprachassistent Alexa mit neuen Features ausgestattet, die sich insbesondere für Kinder eignen sollen, da ein sog. „Kids-Modus“ eingeführt wird. Passend dazu bringt Amazon außerdem den „Smart Speaker Echo Dot“ (5. Generation) mit integrierter Alexa in einer Kids-Edition raus. Diese Edition beinhaltet eine vorinstallierte Kindersicherung und darüber hinaus wurden die Lautsprecher kinderfreundlich, zu Drachen und Eulen, designed.

Den Kids-Modus soll man auf seiner Alexa aktivieren und deaktivieren können. Wenn man den Modus aktiviert, werden einem Kinder-Skills von Marken wie „Die drei ???“, oder „Pumuckl“ angeboten. Zudem bietet Amazon eine kindergerechte Medienbibliothek an, die hunderte Hörbücher und Hörspiele enthält. Die Sprachassistentin nimmt außerdem nach der Aktivierung des Modus automatisch eine kinderfreundlichere Persönlichkeit an, indem sie Kindern auf Fragen verständlichere Antworten gibt und diese durch Alltagsbeispiele unterstützt. Für Eltern bietet der Kids-Modus ebenfalls die Möglichkeit, bestimmte Dienste, wie Spotify, oder Apple Music, zu blockieren – dasselbe gilt für Kontakte. Zudem können sie einstellen, zu welchen Zeiten die Dienste von ihrem Kind verwendet werden dürfen und wie lange.

Die vermeintlich „kindergerechte“ Sprachassistentin bietet somit einige neue Funktionen an, die es bisher noch nicht gab und somit auf den ersten Blick attraktiv auf Eltern und Kinder wirken können – allerdings wurde von einer Studie von Wissenschaftlern aus Cambridge belegt, dass Sprachassistenten die Entwicklung von Kindern negativ beeinflussen können. Nach Angaben des Wissenschaftsteams in "Effects of smart voice control devices on children: current challenges and future perspectives" ist der Austausch zwischen Kindern und anderen Menschen von großem Belang, jedoch fällt dieser beim Gespräch mit Sprachassistenten weg, da diese für soziale Interaktionen nicht geeignet sind. Sprachassistenten können Kinder beispielsweise nicht verbessern, wenn sie ein Wort falsch ausgesprochen haben. Zudem können sie keine Rückfragen stellen, was ebenfalls ein Problem darstellt, da Kinder auf diese Weise lernen sollten, mit Gegenfragen umgehen zu können.
Das ist aber nicht das einzige Problem, das Sprachassistenten mit sich bringen. Kinder neigen nämlich schnell dazu, das Verhalten sowie die Eigenschaften anderer Menschen anzunehmen. Dies kann nicht nur bei anderen Menschen, sondern auch bei Geräten eintreten. Es besteht also die Gefahr, dass Kinder z.B. den monotonen Tonfall der Sprachassistenten übernehmen und unhöfliche Verhaltensweisen annehmen, da Kinder den Sprachassistenten Befehle erteilen, anstatt um etwas zu bitten. Ein „Danke“ ist ebenfalls nicht notwendig, nachdem man eine Antwort erhalten hat.

Amazon wirbt zwar damit, dass die neuen Sprachassistenten, die demnächst auf den Markt kommen, kindergerecht sein sollen, allerdings vergessen viele dabei, dass die Nutzung von Sprachassistenten, ob mit oder ohne Kids-Modus, langfristige Auswirkungen auf die Sprache, Einfühlungsvermögen und kritisches Denken haben. Als Zusatzeffekt für Amazon hat der Konzern mit den Assistenten zukünftig das Ohr noch dichter an der nachwachsenden Käuferschicht und kann schon einmal belauschen, welche Produkte die Kinder in ein paar Jahren interessieren könnten.

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heise.de
heise.de

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news-486 Mon, 19 Sep 2022 12:04:04 +0200 US-Grenzbehörde liest täglich zehntausende Handys von Touristen aus https://www.youngdata.de/detail/news/us-grenzbehoerde-liest-taeglich-zehntausende-handys-von-touristen-aus/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6c118111f8191a1d674e38773f697b74 Handys von Personen, die in die USA einreisen möchten, können von US-Grenzbeamten untersucht werden - auch wenn überhaupt kein Verdacht besteht. Wie nun bekannt wurde, passiert dies in der Praxis täglich auch tatsächlich tausendfach. Allein im letzten Jahr wurden 37.000 Handys und Laptops untersucht und davon 10.000 Inhalte kopiert und gespeichert – und das für 15 Jahre. Die Grenzwächter der CBP (Customs and Border Protection) dürfen darüber entscheiden, ob die Daten der betroffenen Person kopiert werden- und in der Datenbank des Automated Targeting Systems gespeichert werden sollten. Dies kann vorkommen, wenn der/die Kontrollierte aus US-Sicht negativ in den Sozialen Medien auffällt - zum Beispiel, wenn der- oder diejenige anti-amerikanische Kommentare postet, oder auf verdächtigen Webseiten unterwegs war.

Diese Untersuchungen klingen im ersten Moment vielleicht harmlos, da die US-Grenzbehörde „lediglich die nationale Sicherheit gewährleisten möchte“, allerdings wird der Datenschutz der Betroffenen dadurch komplett missachtet. Bei den Daten, die gespeichert werden, handelt es sich nicht nur um private Informationen der betroffenen Personen, sondern auch um die Informationen Unbeteiligter. Ob E-Mails, Textnachrichten, Fotos, oder Anruflisten – all diese Daten gelangen in das Automated Targeting Systems.

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heise.de
travelnews.ch

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news-485 Tue, 06 Sep 2022 10:53:29 +0200 405-Millionen-Euro-Strafe gegen Instagram in Irland https://www.youngdata.de/detail/news/405-millionen-euro-strafe-gegen-instagram-in-irland/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=490e3cf153ee25cfaa00a72b6b1765d9 Die irische Datenschutzbehörde hat eine hohe Strafe gegenüber Instagram aufgrund Missachtung der Datenschutzregeln für Kinder und Jugendliche verhängt. Diese beträgt ganze 405 Millionen Euro. Die Plattform soll gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung verstoßen haben, indem sie Minderjährigen Nutzer:innen im Alter von 13-17 Jahren erlaubt habe, Geschäftskonten anzulegen. Sobald man seinen privaten Instagram Account zu einem sogenannten „Business-Profil“ umwandelt, wird die eigene Telefonnummer und/oder die E-Mail-Adresse auf dem Profil veröffentlicht. Dies sollte für Minderjährige in den Einstellungen des sozialen Netzwerkes eigentlich überhaupt nicht möglich sein, da ihre Daten nach der DS-GVO besonders zu schützen sind. Meta – der Mutterkonzern von Instagram - behauptet, dass Instagram seine Einstellungen bezüglich Geschäftskonten bereits vor einem Jahr aktualisiert habe und ist dementsprechend nicht mit der Geldstrafe einverstanden.
Wie erwartet will der Konzern daher selbst gegen die Geldstrafe ankämpfen.

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Spiegel.de

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news-484 Mon, 05 Sep 2022 10:51:27 +0200 Kosten WhatsApp und Instagram bald Geld? https://www.youngdata.de/detail/news/kosten-whatsapp-und-instagram-bald-geld/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e418e79a74573de1abb02553b0f97dab Das Tech-Magazin „The Verge“ berichtet ein internes Memo gesehen zu haben, das an alle Mitarbeiter:innen von Meta geschickt wurde. Dadurch haben sie erfahren, dass Meta kostenpflichtige Funktionen für Facebook, Instagram und WhatsApp einführen möchte.

Aus dem Bericht des Tech-Magazins geht hervor, dass der US-Konzern eine Abteilung bzw. eine “Produktorganisation“ gegründet habe, die sich um die kostenpflichtigen Features kümmern und neue Funktionen entwickeln soll – und das möglichst attraktiv. Der Grund für die Gründung dieser Abteilung sind Apples neue App-Tracking-Regeln, die für einen enormen finanziellen Rückschlag gesorgt haben, da bislang die Daten von Nutzer:innen aus Apps verwendet wurden, um deren Verhalten exakt auswerten zu können.

Wie zu erwarten weist Meta die Vorwürfe von sich. Man sähe jedoch die Entwicklung neuer Produkte und Funktionen, für die die Menschen sogar gerne zahlen würden, als ein Geschäftsfeld für die Zukunft. Durch die kostenpflichtigen Funktionen erhofft sich der US-Konzern also, dass seine Einnahmen nach dem finanziellen Rückschlag durch Apples Tracking-Blocker wieder steigen.

Nachdem der Konzern durch das Tracken von Nutzer:innen, was bisher seine erste Einnahmequelle war, bald also nicht mehr so viel Geld verdient, sollen die Nutzer:innen somit selbst bezahlen. Hiermit wird wieder einmal deutlich, dass im Netz nichts gratis ist und deine Daten schon früher zum „Bezahlen“ missbraucht wurden. Der Konzern plant jetzt sogar, alle Apple Nutzer:innen auf neue kostenpflichtige Features aufmerksam zu machen und sie dadurch dazu zu verleiten, diese zu kaufen.

Mehr:
Basicthinking.de
Chip.de

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news-483 Fri, 26 Aug 2022 09:51:20 +0200 Überführt durch Menstruations-App? Studie belegt mangelhaften Datenschutz https://www.youngdata.de/detail/news/ueberfuehrt-durch-menstruations-app-studie-belegt-mangelhaften-datenschutz/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=11177dcb727c32d708d53d7c83f96dd9 In den App-Stores finden sich viele Apps und Wearables, mit denen Mädchen und Frauen ihre Periode erfassen, um beispielsweise fruchtbare Phasen oder den nächsten Menstruationszyklus zu berechnen. Die Nutzerinnen vertrauen diesen Apps hochsensible Daten an, beispielsweise wie oft sie Sex hatten oder ob sie schwanger sind.

In einem Forschungsprojekt der Mozilla-Foundation wurde nun herausgefunden, dass viele dieser Apps die Daten der Nutzerinnen an Dritte, zum Beispiel den Meta-/Facebook-Konzern, weitergeben. Über diese Drittanbieter ist auch ein Zugriff der dortigen Sicherheitsbehörden denkbar.

Nach dem Urteil des amerikanischen Supreme Court im Juni 2022, der das bislang geltende grundsätzliche Recht auf Abtreibung gekippt hat, machen sich nun mehr und mehr Frauen in einigen konservativen US-Bundesstaaten Sorgen, dass über die Daten ihrer App eine Schwangerschaft oder auch eine Abtreibung den zuständigen Behörden bekannt werden könnte. Auch in Polen, wo durch die Regierung ebenfalls die Abtreibungsgesetze verschärft wurden und sogar ein Schwangerschaftsregister aufgebaut werden soll, könnten staatliche Zugriffe auf die Daten solcher Apps für die Nutzerinnen gefährlich sein.

Die Forschenden haben bei den untersuchten Apps auf verschiedene Faktoren geschaut, beispielsweise ob eine Verschlüsselung der Daten erfolgt oder wie der Umgang mit Sicherheitslücken bei den Anbietern ist. Auch stellte sich heraus, dass viele Apps weitaus mehr Daten bei den Nutzerinnen abfragten, als für die Zyklusberechnung erforderlich waren. Die überwiegende Zahl der Apps wurde von den Forschern daher mit einer Warnung versehen, nur wenige wurden zu Nutzung empfohlen. Die gesamten Studienergebnisse kannst du hier finden: https://foundation.mozilla.org/en/privacynotincluded/categories/reproductive-health/

Mehr:
netzpolitik.org
Urteil US-Supreme-Court: tagesschau.de
Schwangerschaftsregister in Polen: tagesschau.de
Mozilla-Foundation

 

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news-482 Wed, 10 Aug 2022 09:17:20 +0200 Datenschutz und WhatsApp - Du erhälst (etwas) mehr Möglichkeiten https://www.youngdata.de/detail/news/datenschutz-und-whatsapp-du-erhaelst-etwas-mehr-moeglichkeiten/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5445e32305881a4aa0ce8246870374b7 Datenschutz ist bei WhatsApp immer ein problematisches Thema. Der Mutterkonzern Meta (den Älteren noch als Facebook bekannt) hat natürlich ein Interesse daran, dich und die Daten, die du mit seinen Diensten erzeugst, genauestens zu analysieren und zu vermarkten. Nun sollen bei WhatsApp einige neue Funktionen eingeführt werden, die dir zumindest in der Kommunikation mit Anderen etwas mehr Privatsphäre geben können. Zum Einen kann man eine Gruppe jetzt lautlos verlassen, ohne dass die anderen Mitglieder über dein Verschwinden informiert werden. Das kann dich vor Diskussionen, warum du denn nicht mehr in der 100. Partygruppe mitlesen magst, bewahren. Neu wird ebenfalls eine Funktion sein, mit der du deinen Online-Status nicht mehr für jeden deiner Kontakte sichtbar schalten musst, sondern bestimmen kannst, wer sehen darf ob du gerade online bist oder nicht. Außerdem soll es zukünftig nicht mehr möglich sein, dass bei selbstlöschenden Inhalten - also Fotos und Videos die nur zur Einmalansicht geschickt werden - ein Screenshot gemacht werden kann. Gerade diese letzte Funktion befindet sich allerdings noch in der Testphase und hier sollte man sich nicht in trügerischer Sicherheit wägen. Es wird vermutlich auch weiterhin Schlupflöcher über andere Wege geben, mit denen dennoch Screenshots erstellt werden könnten.

Mehr:
pcwelt.de
netzwelt.de

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news-481 Tue, 28 Jun 2022 14:42:57 +0200 Instagram checkt dein Alter per KI https://www.youngdata.de/detail/news/instagram-checkt-dein-alter-per-ki/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c402a57b931b1051e303b89fcb2abe26 Für einen Dienst wie Instagram ist es entscheidend zu wissen, wie alt seine Nutzer sind. Ein Kind soll andere Inhalte angezeigt bekommen als ein Jugendlicher oder ein Erwachsener. Bisher konnte man den Dienst aus dem Meta-Konzern dabei aber noch austricksen und ein frei erfundenes Alter angeben. Demnächst könnte das schwieriger werden. Als neue Methode zur Altersverifikation will Instagram zukünftig damit beginnen, das Alter auch biometrisch festzustellen. Dazu wird die Kamera des Handys das Gesicht der Nutzerin oder der Nutzers filmen und eine Künstliche Intelligenz (KI) analysiert dann, wie alt die Person ist. Zum Einsatz kommt dabei die Altersverifikations-Software eines britischen Unternehmens namens Yoti. Problematisch wird somit, dass nicht nur Instagram selbst diese KI-Daten auswerten könnte, auch der Drittanbieter hat pozentiell Zugriff. Sobald dein Gesicht somit durch die Künstiliche Intelligenz vermessen wurde, ist theoretisch ein Abgleich mit Fotos von dir in allen möglichen anderen Diensten des Konzerns möglich und du kannst gegenüber Facebook/Meta ein Stück weit weniger anonym sein.

Mehr:
heise.de

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news-480 Wed, 01 Jun 2022 10:23:45 +0200 WhatsApp-Account-Klau durch Telefonanruf https://www.youngdata.de/detail/news/whatsapp-account-klau-durch-telefonanruf/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c11fae8afabeaa36e1a1626f2aedb77d Eine neue Betrugsmasche kann deinen WhatsApp-Account kapern! Aktuell erreichen einige Nutzer des Dienstes in Indien dubiose Nachrichten, die zum Rückruf auffordern. Bei so etwas sollte man generell kritisch sein, da sich dahinter oft Kostenfallen oder Abo-Abzocken verbergen können. Doch die neue Masche ist noch gefährlicher. Die vermeintliche Nummer enthält nämlich sogenannte Steuerbefehle, das sind bestimmte Tasteneingaben, die in dem Gerät eine Aktion auslösen. Konkret wird beim vermeintlichen Zurückrufen der Nummer eine Rufumleitung im Handy eingeschaltet. Ist diese erstmal aktiv, können die Betrüger ihr eigenes Gerät dort hinterlegen und somit einen Nummern-Wechsel deines WhatsApp-Accounts durchführen. Ist der Account dann einmal weg, hat der Betrüger im schlimmsten Fall Zugriff auf alle deine Nachrichten und Bilder, die du über WhatsApp geschrieben hast. Außerdem kann er deine Kontakte unter deinem Namen anschreiben. Für dich ist es dann kaum noch möglich, ihn wieder auf dich umleiten zu lassen.

Für die deutsche Mobilfunknetze beginnt dieser Umleitungscode meist mit **21*. Habt also äußerste Vorsicht bei verdächtigen Nummern, die euch via WhatsApp zugeschickt werden und ruft diese auf keinen Fall zurück! Das gilt auch, wenn die Nummer vermeintlich von einem Freund kommt, denn vielleicht wurde auch sein Account bereits gekapert und zur Weiterverbreitung  genutzt.

Mehr:
computerbild.de
spiegel.de

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news-479 Wed, 25 May 2022 07:06:00 +0200 4 Jahre DS-GVO – Das hat sich getan https://www.youngdata.de/detail/news/4-jahre-ds-gvo-das-hat-sich-getan/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a904a671aaa1b4a268f083f571220ca8 Am 25. Mai 2018, also genau vor vier Jahren, trat die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) in Kraft. Damit wurden die Rechte der Bürgerinnen und Bürger gegenüber Konzernen in Europa gestärkt und das klappt immer besser. Ihr habt selbst vielleicht mitbekommen, dass das zunächst etwas mehr „Papierkram“ bedeutete, den ihr oder eure Eltern unterschreiben musstet, weil nun für viele Datenverarbeitung eure aktive Einwilligung erforderlich ist. Auch digital wurden euch auf einmal einige lange Texte, wie beispielsweise „Informationen nach Artikel 13“ vorgelegt, um euch über die Datenverarbeitungsvorgänge zu unterrichten.

Die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung mussten aber auch die großen IT-Konzerne befolgen. Wer das nicht tat, wurde und wird mit Bußgeldern belegt. Insbesondere Amazon, Google, Meta (facebook) und Co. haben seit Einführung der DS-GVO von verschiedenen europäischen Datenschutz-Aufsichtsbehörden Strafen kassiert.

Den größten Effekt der DS-GVO merkt man auf den ersten Blick jedoch gar nicht: Unternehmen bauen ihre Produkte für den europäischen Markt nun häufig von vorneherein datensparsamer, um sich das Einholen von Einwilligungen und Ärger mit den Aufsichtsbehörden zu ersparen. Weil beispielsweise Cookie-Banner von Vielen als störend empfunden werden, verzichten mehr und mehr Seiten nun auf diese Form des Trackings und sammeln nur noch die Daten, die technisch erforderlich sind.

In den nächsten Jahren werdet ihr vermutlich also immer weniger rund um die DS-GVO hören oder Klicken und einwilligen müssen, weil sie automatisch so umgesetzt wird, wie sie konzipiert war: Besserer Schutz der Daten der Bürgerinnen und Bürger.

Mehr:
deinedatendeinerechte.de
youngdata.de

 

 

 

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news-478 Wed, 27 Apr 2022 11:23:03 +0200 Elon Musk kauft Twitter - Wo ist das Problem?! https://www.youngdata.de/detail/news/elon-musk-kauft-twitter-wo-ist-das-problem/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cfcfe261d2b5a09f8d136099ae19a90d Der Unternehmer Elon Musk wird für 44 Milliaren US-Dollar des Kurznachrichtendienst Twitter übernehmen. Dieser Kauf könnte einige Veränderungen für die Nutzerinnen und Nutzer bedeuten. Zunächst ist davon auszugehen, dass Musk die Investition über kurz oder lang refinanzieren will. Hier könnten die Nutzerdaten und Tweets eine entscheidende Rolle spielen, denn die Algorithmen hinter Twitter sind der eigentliche Unternehmenswert.

Außerdem stößt der Kauf auf Kritik, da Viele nun Einschränkungen der Meinungsfreiheit bei dem Dienst befürchten. Welche Macht in der Beinflussung von Massen durch eine Person über einen Dienst wieTwitter ausüben kann, hat man spätesens bei Donald Trump gesehen, der im Janaur 2021 den Sturm auf das US-Kapitol mit Tweets an seine Anhänger regelrecht anheizte. Twitter sperrte Trumps Konto darauhin dauerhaft. Auch Musk selbst war in der Vergangenheit zeitweise von Twitter gesperrt worden, als er mit Äußerungen in seinen Tweets Kursveränderungen an den Börsen hervorrief. Als alleiniger Besitzer könnte er zukünftig selbst über die Inhalte und Nutzerinnen und Nutzer auf seinem Dienst entscheiden. Kritik an den Unternehmerpraktiken Musks gab es schon oft, von Rassismusvorwürfen bis hin zu Bedenken was Umweltzerstörung angeht. Auch wollte er den Account eines Nutzers sperren lassen, der in Echtzeit die Flugdaten seines Privatjets twitterte. Als oberster Zensor hätte er zukünftig die Möglichkeit, die Berichterstattung über solche Themen zu unterdrücken.

Die Datenschutzaufsichtsbehörden sehen viele außereuropäische Social-Media-Dienste seit Langem kritisch. Mittlerweile werden von ihnen daher dezentrale Dienste, wie Mastodon, favorisiert und sie sind mit ihren Dienststellen zum Teil bereits dort vertreten. Durch den Kauf von Twitter schwenken nun auch immer mehr Promis, Influencer oder auch normale Twitter-Nutzerinnen und -Nutzer auf Dienste wie Mastodon über. Wie du dir dort einen Account anlegen kannst, erfährst du hier und hier

Mehr:
zdf.de
heise.de
mobilsicher.de
bfdi.bund.de

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news-477 Thu, 21 Apr 2022 10:32:24 +0200 Videokonferenzapp lauscht mit https://www.youngdata.de/detail/news/videokonferenzapp-lauscht-mit/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=22c2cc607f7b945a28fe1252dfadfc06 Bei einer kürzlich durchgeführten Untersuchung verschiedener Videokonferenzapps ist herausgekommen, dass einige der Systeme selbst bei stummgeschaltetem Mikrofon mithören. Die Wissenschaftler der Loyola-Universität in Chicago hatten dazu 21 Dienste - darunter Zoom, Teams, Slack, Jitsi oder Discord -  untersucht. Bei den meisten waren die Audioaufnahmeeinstellungen bei aktivierter "Mute-Taste" allerdings tatsächlich nur schwer zu umgehen. Ein Dienst - Cisco Webex - fiel den Forschen jedoch dadurch auf, dass dort jede Minute ein Audiopaket an die Server des Anbieters in den USA gesendet und analysiert wurde, auch wenn die Stummschaltung aktiviert war. Der Anbieter rechtfertigte dies damit, dass so festgestellt werden soll, ob jemand das Mikrofon versehentlich stummgeschaltet hat, obwohl er sprechen möchte. Als zusätzliches Problem kam bei Webex noch hinzu, dass der Datenstrom zunächst unverschlüsselt übermittelt wurde. Dies hat Cisco nach den Hinweisen der Forscher mittlerweile behoben. Auch wenn so nicht der komplette Gesprächsinhalt aus dem Raum in die USA übertragen wurde, war dennoch eine Profilbildung möglich.
Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (DSK) rät bereits seit Jahren zum Einsatz von Systemen, die mit dem europäischen Datenschutz konform sind. Viele Schulen sind daher mittlerweile auf entsprechende Dienste umgestiegen.

Mehr:
heise.de
"Orientierungshilfe Videokonferenzsysteme" der Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder

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news-476 Tue, 22 Feb 2022 10:19:35 +0100 Beauty-Apps fallen im Datenschutz-Check durch! https://www.youngdata.de/detail/news/beauty-apps-fallen-im-datenschutz-check-durch/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=df926f6a8c7b8136180e3de18986bbb3 Selfie-Apps, die deine Fotos gleich auch ein bisschen aufhübschen, werden immer beliebter. In einem Test hat mobilsicher.de bei sechs dieser Apps nun herausgefunden, dass deine Daten dort oft in fragwürdige Hände gelangen. Bei der Untersuchung wurden die Datenschutzerklärungen der Anbieter zum Umgang mit den biometrischen Gesichtsdaten unter die Lupe genommen. Heraus kam dabei, dass beispielsweise der Anbieter „Perfect365“ sich das Recht einräumt, alle biometrischen Daten, deinen vollen Namen und die Standortdaten zu Geschäftszwecken nicht nur weiterzugeben, sondern sogar zu verkaufen, beispielsweise an die Kosmetikindustrie. Andere Apps aus dem Test speichern die Daten zwar nur kurzfristig und Ende-zu-Ende-verschlüsselt, aber auch hier werden Gesichter unter Umständen direkt analysiert und beispielsweise nach Hautunreinheiten gescannt, um Werbung für Hautpflegeprodukte anzubieten.

Den kompletten Check im Video kannst du hier sehen: Mobilsicher.de

Mehr:
mobilsicher.de
netzpolitik.org
wdr.de

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news-475 Tue, 15 Feb 2022 11:33:40 +0100 Ärger um Gesichtserkennung – Texas vs. Meta https://www.youngdata.de/detail/news/aerger-um-gesichtserkennung-texas-vs-meta/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c6800f5325082b355f887aebe3226e54 Nachdem Meta/Facebook außerhalb der USA schon oft wegen seiner Datenschutzverstöße vor den Gerichten stand, geht es dem Konzern jetzt auch in seinem Heimatland an den Kragen. Konkret verklagt der Bundesstaat Texas den Konzern, da die automatische biometrische Gesichtserkennung gegen texanisches Recht verstoßen habe. Sowohl bei Instagram als auch bei Fotos, die auf Facebook hochgeladen wurden, hätte der Konzern Datenbanken angelegt, ohne vorher die Nutzer um Erlaubnis zu fragen. Ein texanisches Gesetz schreibt aber genau dies vor, dass die Zustimmung vorher eingeholt werden muss. Die Höhe der Klage ist beträchtlich, denn der Generalstaatsanwalt fordert als Entschädigung 10.000 $ bis 25.000 $ pro Fall – bei 20 Millionen Metanutzerinnen und Nutzern in Texas. Diese Summe würde den Konzernwert um ein Vielfaches übersteigen und das Unternehmen in den Ruin treiben. Ob und wie hoch ein Vergleich letztendlich ausfallen wird, könnte das Unternehmen dennoch empfindlich treffen und es seine Geschäftspraktiken in Frage stellen lassen.

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spiegel.de
heise.de

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news-474 Wed, 09 Feb 2022 11:25:28 +0100 Aus für WhatsApp und Instagram in Europa? https://www.youngdata.de/detail/news/aus-fuer-whatsapp-und-instagram-in-europa/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1ff32873748501ee1bd576e0b2de2c17 Der Chef von Meta (früher bekannt als Facebook), Mark Zuckerberg, droht in seinem Jahresbericht einen Rückzug seiner Dienste aus Europa an. Hintergrund dafür ist der Streit um den Datentransfer zwischen den USA und Europa – es geht um das Schrems-II-Urteil aus 2020. Da der Facebook-Mutterkonzern Meta nach derzeitiger Rechtslage keine Daten seiner europäischen Nutzerinnen und Nutzer auf Servern in den USA verarbeiten darf, könnten z.B. Instagram und WhatsApp in Europa bald nicht mehr verfügbar sein. In dem Jahresbericht heißt es offenbar, dass das Unternehmen seine beiden großen sozialen Netzwerke in der EU wahrscheinlich nicht mehr bereitstellen könne, da es aktuell keine Rechtsgrundlage für den Datentransfer gäbe. Mit diesen Drohungen möchte Meta sich in die laufenden Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und der US-Regierung einschalten, die gerade über ein Nachfolgeabkommen diskutieren. Ob Zuckerberg Instagram und WhatsApp tatsächlich Abschalten wird, bleibt fraglich. Denn so müsste er auch auf sehr viel Geld, was er in Europa verdient, verzichten.

Mehr:
Berliner-zeitung.de
heise.de
tagesspiegel.de

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news-473 Fri, 28 Jan 2022 12:08:06 +0100 Videoreihe "Datenschutz leicht erklärt" https://www.youngdata.de/detail/news/videoreihe-datenschutz-leicht-erklaert/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=95650ac27c65c792dd7e820e28ff1ee2 Die Initiative "Datenschutz geht zur Schule" des Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. hat gemeinsam mit den Landesdatenschutzbeauftragten von Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und dem Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht eine Videoreihe  "Datenschutz leicht erklärt" erstellt, die die wichtigsten Datenschutzthemen kompakt und verständlich erklärt. Da auch die Veranstaltungen, die die Initative "Datenschutz geht zur Schule" seit vielen Jahren in Schulen durchführt, in Pandemiezeiten noch stärker digital durchgeführt wurden, haben sich die Initiatoren mit den Datenshcutzaufsichtsbehörden zusammmengetan und die Inhalte der Workshops verfilmt. Alle Videos können geteilt und im Unterricht eingesetzt werden.

Mehr:
Videos: datenschutz-leicht-erklaert.de
Initiative: Datenschutz geht zur Schule

 

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news-472 Tue, 11 Jan 2022 11:17:25 +0100 Stalking-Gefahr durch AirTags und Co. https://www.youngdata.de/detail/news/stalking-gefahr-durch-airtags-und-co/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e7eec072d4e03df965e72aa1032f77a9 Nicht zuletzt durch die sog. Apples AirTags werden Lokalisierungstools immer beliebter. Die Technologie hinter den kleinen Anhänger funktioniert auf sehr stromsparender Bluetooth-Technik, die von der „Wo ist“-Funktion von iPhones erkannt wird. Sie ermöglicht es, die Anhänger über viele Wochen hin zu orten.

Problematisch bei dieser Technologie ist jedoch, dass sie sich auch unbemerkt bei Personen verstecken lässt, zum Beispiel im Innenfutter einer Jacke oder im Auto. Ohne dass der oder die Überwachte etwas davon bemerkt, kann der Überwachende somit die ganze Zeit den Standort der Person nachverfolgen. Berichte über dieses Nachspionieren finden sich mittlerweile immer mehr im Netz. Eine Twitter-Nutzerin erregte bereits vor einigen Wochen Aufsehen, als sie die entsprechenden Benachrichtigungen postete, in denen ihr Handy ihr die Fremdüberwachung anzeigte. Nun meldete sich als weiterer Fall erstmals eine Prominente, die einen fremden Air-Tag in ihrer Tasche gefunden habe.

Apple hat nunmehr eine Sicherheit vor unbemerkter Überwachung eingebaut, denn IPhone-Besitzer haben immerhin die Möglichkeit, dass sie angezeigt bekommen, wenn sich ein fremder AirTag in ihrer Umgebung befindet. Auch sind die Tags so konfiguriert, dass sie Piep-Geräusche senden, wenn sich das iPhone des Suchenden in der Nähe befindet. Bereits kurz nach Markteinführung wurde jedoch herausgefunden, dass sich  diese Audio-Warnung leicht deaktivieren lässt. Zudem erhalten Android-Nutzer nicht die automatischen Hinweise auf die AirTags. Gleiches gilt für Tag-Modelle anderer Hersteller, die dann jeweils nur vom System des jeweiligen Anbieters erkannt und auch nur darin angezeigt werden.

Die Technologie zur unbemerkten Überwachung findet also mehr und mehr Verbreitung in unseren Alltag. Nun wären die Hersteller am Zug, durch Schaffung von einheitlichen Transparenz-Standards die Überwachungsmöglichkeiten zumindest zu erschweren.

Mehr:
heise.de

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news-471 Thu, 06 Jan 2022 12:38:57 +0100 Millionenstrafe gegen Facebook und Google in Frankreich https://www.youngdata.de/detail/news/millionenstrafe-gegen-facebook-und-google-in-frankreich/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8181d236f3a5a96c9f8b5afb352a955e Die französiche Datenschutzaufsichtsbehörde CNIL (Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés) hat eine hohe Strafe gegenüber Facebook und Google wegen deren Cookiebannern verhängt. Beide Unternehmen haben es den Nutzerinnen und Nutzer nach Ansicht der CNIL schwerer gemacht, die Cookies abzulehnen als ihnen zuzustimmen. Die Strafzahlung beläuft sich bei Google auf 150 Millionen Euro, bei Facebook auf 60 Millionen Euro. Frankreich ist bekannt dafür, die beiden Unternehmen aber auch andere Konzerne mit harten Strafen zur für Verletzungen des Datenschutzes zu belegen. Nach Datenschutzgrundverordnung wäre zwar grundsätzlich die jeweilige Aufsichtsbehörde der europäuschen Niederlassung zuständig - was zum Beispiel im Falle von Facebook die irische Datenschutzaufsicht wäre - jedoch beruft sich Frankreich auf die ePrivacy-Richtlinie, wonach sie die Aktivitäten der beiden Konzerne in Frankreich sanktionieren kann. Auch diesmal werden beide Firmen vermutlich zunächst Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen und versuchen, sich vor Gericht gegen die Strafen zur Wehr zu setzen.

Mehr:
netzpolitik.org
spiegel.de

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news-470 Wed, 08 Dec 2021 16:25:21 +0100 Handykamera in Dauerüberwachung https://www.youngdata.de/detail/news/handykamera-in-dauerueberwachung/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1f4ee97589a712184875d9123950c59e Der Chip-Hersteller Qualcomm, dessen Prozessoren in vielen Smartphones stecken, hat Pläne für einen "Always-on-Camera" Modus vorgestellt. Damit würden die zukünftigen Handys mit dauerhaft eingeschalteter Kamera permanent ihre Umgebung beobachten - ähnlich wie es jetzt bereits Sprachassisteten wie Alexa oder der Google-Home-Assistent tun. Problematisch bei dieser Technologie ist nicht nur, dass die Kamera ihre Umgebung aufzeichnet, sondern die Bilder auch via Algorithmus analysieren und interpretieren kann. Während dem Nutzer oder der Nutzerin dies vielleicht noch egal sein mag, werden aber auch Personen, die sich unbeabsichtigt im Blickwinkel der Kamera befinden, zum Beispiel im Bus oder der U-Bahn, mit von der Kamera erfasst und ihre Gesichter analysiert.
Ob und wann die Technologie tatsächlich Einzug in die Geräte hält, können vermutlich nur die Smartphonehersteller beantworten. Ebenso offen ist die Frage, ob man dann einen Ausschalt-Knopf für die Funktion im System einbauen wird. Allerdings zeigen die Entwicklungen auf dem IT-Markt oftmals, dass existierende Technologien früher oder später auch tatsächlich eingeführt werden.

Mehr:
heise.de
googlewatchblog.de
 

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news-469 Mon, 22 Nov 2021 16:00:02 +0100 Adele singt am Datenschutz vorbei https://www.youngdata.de/detail/news/adele-singt-am-datenschutz-vorbei/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=da21c8229e543421d5977661f3949392 Es gibt Dinge, die möchte man gar nicht so genau wissen. Dazu gehört zum Bespiel, was sich Familienmitglieder untereinander in emotionalen Grenzsituationen zu sagen haben. Das „nicht öffentlich gesprochenen Wort“ genießt in unserem Rechtssystem einen ganz besonderen Schutz, daher sind heimliche Tonmitschnitte nicht erlaubt. Die weltberühmte Sängerin Adele hat in dem kürzlich erschienenen Album „30“ die Trennung von ihrem Ehemann verarbeitet und in dem Lied „my little love“ auch  Audiomitschnitte von emotionalen Gesprächen mit ihrem minderjährigen Sohn veröffentlicht. „Hätte man besser für sich behalten“, mag sich so manch ein Musikfan denken, der das Lied mit diesem Hintergrundwissen hört.

Ob Adele in ihrem künstlerischen Wirken auch an die Persönlichkeitsrechte ihres Sohnes gedacht hat, bleibt offen. Jedenfalls sollten sich Eltern - auch für die weitere Entwicklung ihres Kindes -  gut überlegen, ob solch intime Gesprächsinhalte einer unbegrenzten Öffentlichkeit zugänglich sein sollten.

Weitere Infos für Eltern bei der Veröffentlichung von Fotos ihrer Kinder unter:
https://www.youngdata.de/recht-am-eigenen-bild/

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news-468 Wed, 03 Nov 2021 13:40:06 +0100 Facebook wird zu Meta – wird der Saulus zum Paulus? https://www.youngdata.de/detail/news/facebook-wird-zu-meta-wird-der-saulus-zum-paulus/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=50f3ea1bafca64b0c6120b98fd7bef1e Kein Tag ohne Neuigkeiten aus dem Silicon Valley: Erst die kurzfristige Information über eine Neuausrichtung des Konzerns hin zu einer virtuellen Parallelwelt verbunden mit der Umbenennung von Facebook in den etwas merkwürdig anmutenden Namen „Meta“. Und nunmehr die Nachricht, dass Facebook aus Datenschutzgründen sage und schreibe eine Milliarde Fotos seiner Nutzenden aus der Gesichtserkennung zu löschen beabsichtigt und diese Technologie künftig nicht mehr verwenden wird. Dass sich Facebook jetzt zum Guten wendet und somit gewissermaßen „vom Saulus zum Paulus“ wird, darf jedoch bezweifelt werden. Der gegenwärtige Aufbau spezifischer Plattformen für Kinder lässt angesichts der Kritik von Whistlerblowerin Frances Haugen, wonach der Konzern den Gewinn über das Kindeswohl stelle, eher Schlimmeres vermuten.

Weitere Infos unter:

heise.de
tagesschau.de
youngdata.de

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news-467 Wed, 13 Oct 2021 10:11:34 +0200 Das Internet vergisst nichts – auch nicht bei Politikern https://www.youngdata.de/detail/news/das-internet-vergisst-nichts-auch-nicht-bei-politikern/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2257875741ede8dccf0bc944af577f21 Die neu zur Bundessprecherin der Grünen Jugend gewählte Sarah-Lee Heinrich musste nun erfahren, dass ihre mehrere Jahre alten Postings im Internet sie einholen. Kurz nach der Wahl wurden einige sechs Jahre alte Tweets von ihr herausgesucht und verbreitet, in denen sie sich rassistisch und homophob geäußert hatte. Die von ihr damals im Alter von 14 Jahren geschriebenen Aussagen bedauerte die Politikerin zwar, jedoch entwickelte sich schnell ein medialer Shitstorm bis hin zu Morddrohungen. Vorrübergehend möchte sich Sarah-Lee Heinrich daher zu ihrem Schutz nun aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Selbst wenn sie die Einträge von damals nun im Nachhinein löschen kann, die Kopien davon in Verbindung mit ihrem Namen werden weiter im Netz kursieren. Denkt also lieber zweimal nach, ob eure Postings im Netz nicht nur in dem Moment in dem ihr sie schreibt, sondern auch in einigen Jahren noch ok für euch sind.

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rnd.de
spiegel.de
heise.de

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news-466 Thu, 07 Oct 2021 10:16:39 +0200 Datenleak bei Twitch https://www.youngdata.de/detail/news/datenleak-bei-twitch/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5d47783faaaf02119328f32200420ba5 Die bei Gamern beliebte Streaming-Plattform Twitch ist Opfer eines großen Daten-Leaks geworden. Bei dem zum Amazon-Konzern gehörenden Dienst wurden bislang, anders als bei vielen früheren Leaks beliebter Interent-Dienste, vor allem konzerninterne Informationen veröffentlicht. In dem Daten-Paket finden sich unter anderem der Software-Quellcode, Planungen zu einem neuen Steam-Konkurrenten sowie Informationen darüber, wieviel Geld die Top-Streamerinnen und Streamer über die Plattform einnehmen. Aus Andeutungen der Veröffentlicher des Pakets lässt sich aber vermuten, dass es sich bei dem bisher veröffentlichten Datensatz nur um einen ersten Teil handeln soll. In weiteren Uploads könnten sich also auch die persönlichen Daten von vielen Millionen Nutzerinnen und Nutzern befinden. Zur Sicherheit solltet ihr also euer Passwort bei Twitch schnell ändern, um eure Konten vor eventuellen Fremdzugriffen zu schützen. Einen höheren Schutz erreichst du zudem durch die Aktivierung der 2-Faktor-Authentifizierung (2FA).

Mehr:
heise.de
spiegel.de

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news-465 Tue, 21 Sep 2021 07:50:11 +0200 Ray-Ban Stories: Der Brillenhersteller und Facebook haben ein gemeinsames Produkt geschaffen, eine filmende Sonnenbrille https://www.youngdata.de/detail/news/ray-ban-stories-der-brillenhersteller-und-facebook-haben-ein-gemeinsames-produkt-geschaffen-eine-f/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b6e90de66a8f646bc2477bc63c8e2a6e Das soziale Netzwerk Facebook bastelt am „Metaverse“ und nutzt dazu eine Sonnenbrille mit integrierter Kamera. Nur ein kleines Lämpchen an der smarten Brille signalisiert, dass ein Video aufgenommen wird. Dies wird von Datenschützern zu Recht kritisiert.

Kürzlich hat Facebook seine neue Computerbrille vorgestellt. Für 300 US-Dollar erhält man eine Brille, die es den Trägern erlaubt, Bilder und kurze Videos aufzunehmen und zu teilen, Musik zu hören sowie Anrufe entgegenzunehmen. Das Produkt soll dazu dienen, in öffentlichen und privaten Räumen sein Umfeld fotografieren zu können oder kleine Filme aufzunehmen, um diese auf der neuen Facebook-App „View“ sortieren und teilen zu können.

Kritiker sagen, dass solche smarten Brillen die soziale Landschaft grundlegen verändern werden. Man könnte zukünftig in der Öffentlichkeit nie sicher sein, ob Menschen um einen herum in diesem Moment eine quasi geheime – weil kaum sichtbare – Überwachungstechnologie tragen und einsetzen könnten. Bisher konnte man zumindest erkennen, wenn eine Aufnahme zum Beispiel mit einem Smartphone gemacht wird. Die neue Brille werde es noch schwieriger machen, da sie aussieht wie nahezu jede andere Ray-Ban-Sonnenbrille und auch ihr Markenlogo trägt. Andere Kamerabrillen wie die Snap Spectacles oder Google Glasses hatten bisher immer auffällige Designs, die neue Facebook-Brille ist nun deutlich schlichter und könnte viel mehr Menschen ansprechen.

Facebook verspricht zwar, dass die View-App ein „sicherer Raum“ sein soll, aber das Hochladen von Daten über die App in andere Facebook-Apps macht es unklar, welche Datenschutzrichtlinien gelten und wie die von der Brille aufgezeichneten Inhalte letztendlich verwendet werden. Personen, die die Ray-Ban Stories verwenden, könnten auch einem zusätzlichen Tracking ausgesetzt sein. Die Sprachbefehle des Trägers werden von der Brille aufgezeichnet und mit Facebook geteilt. Um dies zu verhindern, muss der Nutzer explizit ablehnen.

Bislang hat Facebook auch nur fünf „Verantwortungs-Regeln“ für Personen aufgeführt, die die Brille kaufen. So werden Nutzer angehalten, das kleine Licht nicht abzudecken, und gebeten, beim Arzt, in der Umkleide oder in religiösen Räumen vom Filmen abzusehen. Davon auszugehen, dass sich die Nutzer tatsächlich an diese Regeln halten werden, ist entweder sehr naiv oder sehr optimistisch.

Eine Reporterin des „Wall Street Journal“ in New York hat getestet, ob das in der Brille eingebaute Signallämpchen wirklich vor ungewollten Aufnahmen schützen kann. Von den Passanten hat kaum jemand gemerkt, dass sie gefilmt wurden. Auch das Aktivieren per Tippen auf den Bügel fällt nicht auf. Der Sprachbefehl „Hey Facebook, take a video“, der leicht außer Hörweite abgegeben werden kann, ebenso wenig.

James Vincent, Reporter beim Technikportal “The Verge” hat einen konkreten Verdacht, was künftig noch folgen könnte. Auf Twitter postete er: „Das ist kein Tech-Produkt, das dazu designt wäre, ein spezifisches Problem zu lösen; es ist ein Produkt, das die Akzeptanz für Facebooks zukünftige Brillen mit eingebauter Gesichtserkennung einleiten soll.“ Dass zukünftige smarte Brillen das Gegenüber identifizieren könnten, ist dabei nicht weit hergeholt. Facebook besitzt die Daten und die Technologie, um die Gesichter seiner mehr als 2,8 Milliarden Nutzer zu erkennen. Und auch Gesichter von Nicht-Nutzern sind gespeichert, wenn sie auf hochgeladenen Fotos auf der Plattform vorkommen.

Ray-Ban Stories sind aktuell in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Italien und Australien erhältlich. In Deutschland sind die Brillen derzeit noch verboten und das aus gutem Grund, sie verstoßen gegen das Telekommunikationsgesetz , da es sich demnach um eine Sendeanlage handelt, die vortäuscht, ein Gegenstand des täglichen Gebrauchs zu sein.

Mehr:
heise.de
nzz.ch
br.de
facebook.com
faz.net
 

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news-464 Mon, 13 Sep 2021 12:17:05 +0200 Fake-News vor der Bundestagswahl https://www.youngdata.de/detail/news/fake-news-vor-der-bundestagswahl/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b4c547ae261dc9557408f35cd88cff25 Sowohl der Facebook-Konzern als auch Google wollen zur Bundestagswahl am 26. September 2021 Beeinflussungsversuche durch Falschmeldungen verhindern. Dazu haben die Netzwerke, in denen sich viele Falschmeldungen schnell  verbreiten und die gerade durch ihre sehr genauen Nutzerprofile zielgerechtete Kampagnen an die Nutzerinnen und Nutzer bringen können, mit der Bundeszentrale für politische Bildung und einigen großen Medien verständigt, verstärkt auf vertrauenswürdige Quellen zu verlinken. So soll unter anderem die Seite des Bundeswahlleiters bei Suchanfragen zur rund um die Wahl die Topplatzierung erhalten.

Wie Daten und Wahlbeeinflussung in der Vergangenheit zusammen gespielt haben und auch im aktuellen Wahlkampf zum Einsatz kommen können, haben wir euch hier neu zusammengestellt.

Mehr:
youngdata.de
rnd.de
zeit.de
handelsblatt.de

 

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news-463 Fri, 03 Sep 2021 11:45:29 +0200 USA: Strafverfolger verlangen Tausende Standortdaten von Google https://www.youngdata.de/detail/news/usa-strafverfolger-verlangen-tausende-standortdaten-von-google/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9c7f8f64ac72c07fbcdb24e778bb81d8 Um die Suche nach Verdächtigen zu erleichtern, können US-Strafverfolgungsbehörden Google per Gerichtsbeschluss zur Herausgabe von Standortdaten zwingen. Hierdurch kann herausgefunden werden, welches Smartphone sich zu welchem Zeitraum in einer bestimmten Gegend befand.

Die im Englischen „reverse location research“ genannten Gerichtsbeschlüsse werden von US-Strafverfolgern gerne eingesetzt, um einzugrenzen, wer sich in der Nähe eines Tatorts befunden hat. Google hat nun erstmals offengelegt, wie viele solcher Beschlüsse das Unternehmen bisher erhalten hat. Im Jahr 2018 waren es 982 Beschlüsse, im Folgejahr 8396 und 2020 sogar 11.554.

Google sammelt die Daten dabei von Nutzerinnen und Nutzer auf verschiedenen Wegen (z. B. Google Maps, Foto-Apps, Google-Suchanfragen) und speichert diese in einer Datenbank. Strafverfolger erhalten dann zunächst unter Angabe des Zeitraums und der Koordinaten anonymisierte Informationen der dort registrierten Geräte. Der Kreis der potenziellen Täter wird daraufhin eingegrenzt und das Unternehmen muss nun gegebenenfalls offenlegen, zu welchen Google-Konten die Geräte gehören (also E-Mail-Adresse und Nutzernamen herausgeben).

Problematisch ist, dass Google selbst dann noch Standortdaten erhebt, wenn Nutzerinnen und Nutzer seiner Apps dies in den Einstellungen deaktivieren, so ein Bericht der Nachrichtenagentur AP von 2018. Google widersprach den Vorwürfen, änderte daraufhin aber die Formulierung auf seiner Hilfeseite. Hierdurch sollte klarer gemacht werden, dass die Option „Standortverlauf deaktivieren“ allein nicht ausreicht, um die Datensammlung zu unterbinden.

Um effektiv zu verhindern, dass Google keine Bewegungsprofile speichert, müssen Nutzerinnen und Nutzer die Kontoeinstellungen ihrer Google-Accounts verändern. Unter dem Punkt „Daten und Datenschutz“ muss unter „Einstellungen für den Verlauf“ „Web- und App-Aktivitäten“ bzw. „Standortverlauf“ ausgewählt werden. Auf der dann folgenden Seite befindet sich ein Schalter, über den diese Aktivitäten deaktiviert werden können. Erst dieser Weg führt laut AP dazu, dass die Standorthistorie nicht verfolgt wird. Hier können auch bereits gespeicherte Daten gelöscht werden.

Zum Abschluss noch ein Beispiel, was Standortdaten potenziell anrichten können: Die New York Times berichtete 2019 von einem Mann, der irrtümlich des Mordes beschuldigt und sechs Tage eingesperrt wurde, weil sich sein Handy laut Standortdaten in der Nähe des Tatorts befunden hätte. Er verlor in der Folge seinen Job.

Von Bürgerrechtsorganisationen wird daher kritisiert, dass „reverse location research“ auch Unschuldige zu Verdächtigen macht.

Mehr:
spiegel.de
harwardreview.org
documentcloud.org
dr-datenschutz.de
spiegel.de
 

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news-462 Tue, 17 Aug 2021 07:39:09 +0200 TikTok passt seine Datenschutzeinstellungen nun auch für 16- bis 17-Jährige an https://www.youngdata.de/detail/news/tiktok-passt-seine-datenschutzeinstellungen-nun-auch-fuer-16-bis-17-jaehrige-an/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9b3439e44985d1e70be88ab73bd2dbbf Künftig sollen Jugendliche in den Standardeinstellungen keine Nachrichten mehr von Fremden und nach 22 Uhr keine Push-Nachrichten erhalten. Außerdem sollen junge Content-Creator – also Nutzer die selbst Inhalte erstellen und hochladen - nun über ein Popup-Fenster auswählen können, wer ihre Videos sehen und herunterladen kann. Die Neuerungen sollen in den kommenden Monaten umgesetzt werden.

Das Problem mit TikTok

Die beliebte App TikTok hat in der Vergangenheit für viel Diskussionsstoff in Verbindung mit dem Daten- und Jugendschutz gesorgt. So ist ein zehnjähriges Mädchen einem Aufruf auf TikTok gefolgt, welcher für sie tödlich endete. Seitdem arbeitet TikTok an seinen Konzepten rund um den Jugendschutz. So wurde Ende vergangenen Jahres auch eine „Family Pairing“-Funktion eingeführt, mit der Eltern Einblicke und Rechte für das Kinderkonto erhalten. Die neuen Einstellungen sollen auch dazu führen, dass Minderjährige weniger mit ihnen unbekannten Personen interagieren.

Keine Direktnachrichten von Fremden

Bisher gab es nur für unter 16-Jährige eine Einstellung, die verhindert, dass sie Direktnachrichten von Fremden erhalten. Diese Option soll jetzt auch für 16- bis 17-Jährige standardmäßig bestehen.

Wer kann meine Inhalte sehen und herunterladen?

Bei der Veröffentlichung von eigenen Videos soll bei Jugendlichen nun außerdem ein Popup-Fenster erscheinen, in dem zunächst ausgewählt werden muss, wer die Videos sehen kann. Weiter sollen Jugendliche im Alter von 16 bis 17 Jahren nun auch eine Benachrichtigung erhalten, dass ihre Inhalte zum Download freigegeben werden. Accounts von unter 16-Jährigen können nie Inhalte zum Herunterladen freigeben.

Das Update im Kurzüberblick für unter 16-Jährige:

  • Das Profil ist standardmäßig auf privat eingestellt. Das heißt, nur Freunde können deine TikToks sehen
  • Nur Freunde können deine TikToks kommentieren
  • Es können keine Stitches oder Duette durchgeführt werden
  • Es können keine privaten Nachrichten geschrieben werden
  • Niemand kann die TikToks herunterladen
  • Es kann eingestellt werden, dass niemand die TikToks kommentieren kann
  • Es kann eingestellt werden, dass das Profil öffentlich sichtbar ist (außer es wird der „Begleitete Modus“ genutzt).

Das Update für 16- bis 17-Jährige:

Für über 16- aber unter 18-Jährige sind die Grundeinstellungen wie oben beschrieben. Diese können dann aber alle geändert werden und es können auch Nachrichten geschrieben werden.

Wenn ihr unter 18 Jahren alt seid und euch einen TikTok-Account erstellen möchtet, solltet ihr dies mit euren Eltern besprechen. Hierzu gibt es von Schau-Hin einige Empfehlungen, wie ihr die App gemeinsam optimal einrichten könnt. Klicksafe hat außerdem eine Zusammenfassung der für euch relevanten Nutzungsbedingungen für die Verwendung von TikTok erstellt.

 

Mehr:
heise.de
handysektor.de
klicksafe.de
smartphones24.org
schau-hin.info
faz.net

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