Startseite  >>   Google  >>  Warum Datenschutz bei Google?

Warum Datenschutz bei Google?

Spinnennetz über Weltkarte
Quelle: pixabay.com

Google ist die weltweit beliebteste Suchmaschine und Marktführer unter den Internet-Suchmaschinen. Durch den Erfolg der Suchmaschine in Verbindung mit Werbung konnte das Unternehmen Google Inc. eine Reihe weiterer Software-Produkte entwickeln. Die Suche ist allerdings nach wie vor das Kern-Geschäftsfeld.

Im Jahr 2004 wurde das Verb „googeln“ offiziell sogar in den Duden und somit in den deutschen Wortschatz integriert!

Ende 2012 beschäftigte das Unternehmen Google Inc. 53.861 Mitarbeiter. Google hat einen marktbeherrschenden Anteil von über 90% an allen Suchanfragen im Internet und gehört seit Jahren zu den wertvollsten Marken der Welt. Aber warum?

Google weiß …

...sehr viel über dich. Google speichert eine Reihe wichtiger Informationen von dir, wie:

- deine IP-Adresse,

- in welchem Land du gerade bist,

- welche Sprache du sprichst,

- wonach du wann suchst,

- welche und wie viele Ergebnisse die Suche geliefert hat,

- und welche Links der Suchanfrage du anklickst.

Google weiß noch mehr

Wenn du neben der normalen Suche auch andere Google-Dienste benutzt, die deine Anmeldung erfordern. Dann erfährt Google detailliertere Infos über dich, wie:

- Benutzername und Passwort,

- deine E-Mail Adresse und alle Mailinhalte,

- wann und wie oft du angemeldet warst,

- deine Interessen,

- deine Freundeskreise ,

- Bilder und Fotos von dir.

Diese Daten kann Google dann vermarkten. Und was noch gefährlicher ist: Google beeinflusst die vermeintlich objektive Suche. Man nennt das: „personalisieren“. Dir werden auf den ersten Ergebnisseiten gefilterte Suchergebnisse angezeigt, die auf einer Auswertung deiner Suchen in der Vergangenheit beruhen. Dieses Phänomen wird als „Filterblase“ bezeichnet. Du wirst dann das finden, was Google möchte und nicht, was dich vielleicht eigentlich interessiert.

Wenn du das verhindern willst, beachte unten die TIPPS!

www.pixabay.de

Google kostet ….

…doch nichts, wirst du sagen. Google Mail, Writely, Google Desktop, Earth, Search Toolbar, Youtube und so weiter - Google „beschenkt“ dich mit kostenlosen Diensten und Anwendungen. Falsch! Die vielen Dienstleistungen, die du immer und überall nutzt, bezahlst Du nicht mit Geld, sondern mit einem tiefen Einblick in deine Privatsphäre.

Je mehr Google versucht, dich kennen zu lernen, umso besser wird es möglich, damit Geld zu verdienen. Google ist kein Freund, der nur umsonst „Nettigkeiten“ bereit hält, sondern Google ist ein börsennotiertes Unternehmen, das Geld verdienen will

Wenn du bewusst oder unbewusst auf die Nutzung von Google-Diensten setzt, hinterlässt du digitale Spuren.

- Die Suchabfragen in der Suchmaschine (google.de), sowie die Klicks auf Treffer und Anzeigen offenbaren, für welche Produkte du dich interessierst, welche Käufe in nächster Zeit anstehen und viel mehr.

- Nachrichten die du bei Google News liest oder über abonnierte Feeds bekommst, zeigen Google, welche Themen dich interessieren. Selbst deine unbedacht geäußerte Meinung unter Blogger.com vervollständigt dein Profil bei Google.

- Über Picasa oder den Homepage-Generator veröffentlichst du Fotos von dir und deinen Freunden. Google kennt wahrscheinlich dein Gesicht und weiß damit auch, wer auf den Fotos posiert.

- Daten aus Google Analytics liefern Informationen über die Besuche deiner Seiten.

- Die Nutzung von Google Maps und Earth lässt Rückschlüsse darauf zu, wo du zum Beispiel Urlaub machen willst, oder jetzt gerade bist.

- Die Verabredung zum Pizzaessen steht natürlich im „Calendar“, gut, dass auch diese Vorlieben Google bekannt sind.

Google-Account

Das wichtigste Verbindungselement, mit dem sich die Informationen über dich aus den verschiedenen Diensten zu einem Profil zusammenfügen lassen, ist der Google-Account. Sofern Du dich anmeldest, oder sogar immer bei Google angemeldet bleibst (z.B. mit deinem Android-Handy), werden alle möglichen Informationen, so unbedeutend sie auch erscheinen mögen, zu dieser ID gespeichert und können dann weiter verwendet werden.

Wo kommt das Geld her?

Dieses über dich gesammelte Wissen vermarktet Google. Zum Beispiel könnte eine neue Pizza-Kette in deiner Umgebung sich registrieren lassen und Google dafür bezahlen, dass ihre Werbung zielgenau platziert wird. Zwei-, dreimal mit deinen Freunden zum Pizzaessen verabredet, dann wird Google versuchen, dir die neue Pizza-Kette vorzuschlagen. Vielleicht gehst du ja mal dort hin… und schon hat sich das Sammeln winziger Informationsfetzen über dich und deine Freunde für Google gelohnt.

Dieses „AdSense“ genannte Werbeprogramm setzt Google ein, um zu den Inhalten der Websites oder E-Mails passende Reklame anzuzeigen. Google hat sich diese Technik namens „Content Extraction“ sogar patentieren lassen.

Fazit

Google besitzt eine Unmenge an Informationen darüber, wie wir das Internet nutzen. Wie weit man diesem profitorientierten Unternehmen vertrauen kann, dass es immer verantwortungsvoll mit diesen Datenbergen umgeht und dass es keinen Missbrauch damit treibt, ist ungewiss. Seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen jedenfalls stoßen auf den Widerstand der Datenschützer.

Tipps:

Nutze eine Suchmaschine, die datenschutzgerecht ist (s. die rechte Spalte).
Wenn du nicht ganz auf Google verzichten willst, solltest du
a) im nicht-angemeldeten Modus suchen,
b) im angemeldeten Modus dein Webprotokoll regelmäßig löschen sowie
c) deine Cookies regelmäßig löschen und
d) mindestens ergänzend eine andere datenschutzfreundliche Suchmaschine nutzen