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Wird Facebook transparenter für Nutzer?

Quelle: LoboStudioHamburg / pixabay.com CC0

Wer sich schon immer gefragt hat, wie viel Facebook wirklich über seine Nutzer weiß, für den dürfte die neue Funktion des sozialen Netzwerks durchaus interessant sein.
Seit kurzem haben deutsche Mitglieder nämlich die Möglichkeit, zu sehen, von welchen Apps und Websites Facebook innerhalb des letzten halben Jahres Daten erhalten hat, mit denen detaillierte Personenprofile erstellt werden. In den Einstellungen findet man unter „Aktivitäten außerhalb von Facebook“ eine Auflistung der beteiligten Onlinedienste. Die von Facebook gesammelten Informationen werden in der Regel verwendet, um den Nutzern passgenaue Werbung im News-Feed anzuzeigen.

Mit dem neuen Update gewährt Facebook seinen Nutzern jedoch nicht nur einen Einblick in externe Aktivitäten, sondern bietet ihnen auch die Möglichkeit, die Verknüpfungen zwischen anderen Anbietern und Facebook zu deaktivieren. Das hat allerdings keinen Einfluss auf die Menge der Werbung und bedeutet lediglich, dass die Daten von anderen Onlinediensten nicht mehr für Werbezwecke auf Facebook verwendet werden. Ein Datenaustausch zwischen diesen Diensten und Facebook findet jedoch weiterhin statt, weshalb der Mehrwert dieser neuen Funktion durchaus in Frage zu stellen ist.
Zudem sollte man sich darüber bewusst sein, dass die oben beschriebene Vorgehensweise nicht nur von Facebook, sondern auch von anderen Internetdiensten, wie etwa Google oder Amazon angewendet wird.

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wiwo.de
spiegel.de