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Wegen Radtour ins Gefängnis?

Quelle: Tumisu / pixabay.com Lizenz

Als Unschuldiger für ein Verbrechen verdächtigt zu werden, ist ein Szenario, das die meisten höchstens aus Filmen und Serien kennen dürften. Der 30-jährige Zachary McCoy aus Florida ist jedoch vor kurzem tatsächlich in genau so eine Situation geraten.
Durch eine E-Mail von Google wurde er zunächst darauf hingewiesen, dass die Polizei Informationen über ihn bzw. seinen Google-Account beim Unternehmen angefordert hat. Anhand der in der Mail hinterlegten Aktennummer fand McCoy heraus, dass der Grund dafür ein Einbruch war, für den er nun in Verdacht stand. Wie es dazu kommen konnte, wurde ihm klar als er sich die Standortdaten einer Tracking-App ansah, die er regelmäßig für seine Fahrradtouren verwendet. Offenbar ist er am Tag des Einbruchs drei Mal am Tatort vorbeigefahren und deswegen ins Visier der Polizei geraten.
Die Anklage wurde jedoch zum Glück fallengelassen, nachdem McCoy und sein Anwalt sich dagegen wehrten und die Polizei den Sachverhalt noch einmal überprüft hatte.

Auch wenn es in Deutschland aktuell nicht erlaubt ist, auf einen Verdacht hin Standortverläufe von möglichen Tätern auszuwerten, zeigt dieser Fall, wie leicht ein solches Vorgehen zu falschen Schlüssen führen kann.

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