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Videochat-App Houseparty: Spaßig oder gefährlich?

Quelle: geralt / pixabay.com Lizenz

In Zeiten von Social Distancing sind Videotelefonie-Dienste relevanter als je zuvor. Einer der entsprechenden Dienste nennt sich Houseparty und erfreut sich insbesondere unter Jugendlichen aktuell großer Beliebtheit. Die App bietet neben dem gewöhnlichen Video-Chat zwischen zwei oder mehr Personen ebenfalls die Möglichkeit, Minigames zu spielen. Auch wenn die App zunächst kostenlos zum Download verfügbar steht, lädt sie im Nachhinein jedoch zu diversen In-App-Käufen ein. Die Abfrage nach einem Mindestalter von 13 Jahren gibt es in der Theorie zwar schon, jedoch dürfte den meisten klar sein, dass solche Vorgaben in der Praxis kaum etwas bewirken, da sich jedes Kind, unabhängig vom Alter die App problemlos herunterladen und wenn notwendig auch ein falsches Alter angeben kann.

Eine bestimmte Funktion der App ist besonders kritisch zu sehen: Während eines Video-Chats hat man die Möglichkeit, den Bildschirm aufzuzeichnen und zwar ohne dass die anderen Teilnehmer darüber informiert werden. Dies ist unter anderem deswegen problematisch, da einem nicht verschlossenen Video-Chat jeder beitreten kann, der mit einem der Teilnehmer digital befreundet ist. Um das zu verhindern, sollte man als Adminisdrator einer Gruppe immer sicherstellen, dass diese verschlossen ist und somit ausschließlich diejenigen beitreten können, bei denen man es selbst bestätigt hat.

Was manche mehr und andere weniger überraschen dürfte, ist, dass die Verwendung der App dazu führt, dass persönliche Daten über die Nutzer gesammelt und an andere Unternehmen wie etwa Facebook übermittelt werden.

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