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USA fragen neuerdings vor Einreise nach Social-Media-Accounts

Quelle: LfDI

Wer vorhat, in die USA einzureisen, wird beim Ausfüllen seines Einreiseantrags seit Neuestem auch auf diese Frage stoßen: "Geben Sie Informationen bezüglich Ihrer Online-Präsenz ein, inklusive Plattform, Anwendungen, Webseiten, die Sie zur Zusammenarbeit, zum Teilen von Informationen und zur Interaktion mit anderen verwenden, sowie die Benutzernamen für diese Konten." Obwohl es nicht verpflichtend ist, diese Frage zu beantworten, wird sie von Bürgerrechtsorganisationen scharf kritisiert: Sie könne negative Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit haben, da viele Menschen sich aus Angst vor Konsequenzen in den USA nicht mehr trauen, im Internet frei ihre Meinung zu äußern. Beispielsweise könnte ihnen die Einreise verweigert werden. Dass dies gar nicht so abwegig ist, zeigt das Beispiel einer Abiturientin, die aufgrund eines Facebook-Chats 2015 nicht einreisen durfte: Auf dem Weg zu ihrer Großcousine, bei der sie vier Monate bleiben wollte, wurde sie am Flughafen in Philadelphia abgefangen, ihr Gepäck wurde von den Beamten durchwühlt und sie musste eine Art Verhör über sich ergehen lassen. Dabei wurde ihr vorgeworfen, sie habe als Au Pair in den USA schwarzarbeiten wollen - der Grund: In einem Facebook-Chat mit ihrer Großcousine, der den Beamten offensichtlich bekannt war, hatte sie angeboten, auf die Kinder der Nachbarn aufzupassen.

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