Startseite  >> detail

Kontrolle von Social-Media-Konten an US-amerikanischen Grenzen

Quelle: geralt/ pixabay.com CC0

Die USA wollen zukünftig Einreisende intensiver überprüfen, um mögliche Gefahren zu vermeiden. Im Fokus steht die Kontrolle von öffentlichen Einträgen auf Social-Media-Accounts wie Facebook, Twitter, Instagram oder YouTube. Bis jetzt sind Angaben des Nutzernamens bei der Einreise noch freiwillig. Dabei ist allerdings nicht klar, wie diese Informationen verarbeitet oder weitergegeben werden. Es werden bereits Smartphones und Computer durchsucht – und das alles ohne Verdachtsgrund. Die Daten werden gesammelt und gespeichert, um möglicherweise Nachforschungen über verdächtige Personen zu erleichtern. Dieses Vorgehen ist nach US-amerikanischem Recht legal.

Zur Diskussion steht außerdem, ob auch Adressbücher auf Handys kontrolliert und die zuletzt besuchten Webseiten überprüft werden sollen. Einreisende sollen womöglich sogar verpflichtet werden, die Passwörter für ihre Accounts offenzulegen.

Bürgerrechtler kritisieren, dass solche Kontrollen zu tiefe Einblicke in die Privatsphäre gewähren und staatliche Überwachung so noch intensiver wird. Ein grundlegendes Problem ist, dass es keine speziellen Kriterien gibt, wann eine Person als gefährlich eingestuft wird. Außerdem ist der Nutzen zu gering im Vergleich zu den hohen Kosten des Programms. Hinzu kommt, dass Einreisende geschönte Vorzeige-Profile einrichten könnten, um die Behörden in die Irre zu führen.

Mehr Informationen bei:
spiegel.de, heise.de, sueddeutsche.de