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Interaktives Spielzeug: Verbot von sprechender Puppe und Datenleck bei vernetzten Kuscheltieren

Quelle: Alexas_Fotos / pixabay.com CC0

"My Friend Cayla", eine Puppe, die mit den Kindern spricht und Fragen beantworten kann, wurde vorletzte Woche von der Bundesnetzagentur verboten, da sie ein potenzielles Spionagegerät sei. Das Spielzeug nimmt alle Geräusche auf und hört dem Kind ununterbrochen zu - auch, wenn es gar nicht mit der Puppe spricht. Noch dazu können deren Antworten unerwünschte Werbung enthalten und unter Umständen sogar von Dritten beeinflusst werden: Europäischen Verbraucherschützern zufolge sei es aufgrund von Sicherheitslücken mit etwas technischem Sachverstand möglich, das Kind zu belauschen und über die Puppe mit ihm zu sprechen. Die Eltern wurden dazu aufgefordert, das Spielzeug eigenhändig "unschädlich" zu machen, also es zu zerstören.

Ein ähnlicher Fall aus den USA zeigt erneut die Gefahren vernetzten Spielzeugs: Über sogenannte "Cloudpets" und die dazugehörige App können Kinder mit Familienmitgliedern kommunizieren. Dazu sprechen sie in das ins Stofftier integrierte Mikrofon, woraufhin die Sprachnachricht per App an Tablet oder Smartphone versendet wird. Doch auch Hacker konnten sich Zugang zu der Kundendatenbank des Konzerns mit 800.000 Konten verschaffen, welche ungeschützt ins Netz gestellt worden war. Der Server, auf dem die Daten gespeichert worden waren, war für mehrere Wochen öffentlich zugänglich und enthielt neben E-Mail-Adressen auch Sprachnachrichten und verschlüsselte Passwörter.

Mehr Informationen bei datenschutzverein.de und spiegel.de