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Facebooks neuster Coup: Zurück zum Klassensystem

Quelle: geralt / pixabay.com CC0

Dass Facebook sein Geld damit verdient, die Profildaten seiner Nutzer auszuwerten, um so auf den Einzelnen zugeschnittene Werbung schalten zu können, ist bereits bekannt. Dass dabei auch Interessengruppen entstehen, ist durchaus legitim und nachvollziehbar aus Sicht des Anbieters. Neu ist allerdings ein Patent, dass dem soziale Netzwerk ermöglicht, seine User in ein alt hergebrachtes Klassensystem zu unterteilen: Arbeiter, Mittelklasse und Oberschicht. Die Einteilung erfolgt über eine Art Punktesystem, wobei verschiedene Leistungen und materielle Güter zu einer besseren Gesamtwertung führen. Ein Beispiel für diese Art der Big-Data Analyse ist zum Beispiel die Angabe, ob ein Nutzer nur zur Miete wohnt oder ein Haus besitzt. Wie gefährlich solche sozialen Rankingsysteme sein können, zeigt sich gerade in China. Hier arbeitet die Regierung mit dem größten Messengerportal des Landes („WeChat“)  zusammen, um eine möglichst breite Basis an Wissen für ein Wertesystem zu sammeln, das unter anderem darüber entscheiden soll, wie kreditwürdig einzelne Bürger sind.

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