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FaceApp – Behalte die Kontrolle über deine Daten!

Quelle: Google Play Screenshot vom 24.07.2019

Du heute - du in 20 Jahren mit Falten und grauen Haaren - Du mit Bart – du ohne Bart – du
mit blauen Haaren. Wer wüsste nicht gerne, wie er in 20, 30 oder 40 Jahren oder mit einer neuen Frisur aussehen könnte?
All das bietet FaceApp, eine App, die aktuell einen regelrechten Hype erfährt. Obwohl die Funktion keine neue ist, erfreut sich die App, angeboten durch Wireless Lab mit Sitz in St. Petersburg in Russland (Quelle: www.faceapp.com/terms, Stand 19.07.2019) zahlreicher Downloads (mehr als 100.000.000 Downloads allein im Google Play Store; Quelle: play.google.com/store/apps/details; Stand 19.07.2019). Sie kann im Google Play- und im App Store heruntergeladen werden.
Wir haben den Hype um die Face-App zum Anlass genommen, dir wichtige Tipps zur Nutzung von Foto-Manipulations-Apps zusammenzustellen. Natürlich gelten die Hinweise grundsätzlich für alle Dienste bei denen du Bilder oder Videos hochlädst:

AGBs geben dir wichtige Infos über die Nutzungsbedingungen der App!

Die AGBs sollten leicht zu finden, übersichtlich und am besten in deutscher Sprache verfasst sein!
Im Fall von FaceApp: Die AGBs und sind nicht in der App selbst, aber zumindest auf der Webseite des Angebotes zu finden (im App-Store verlinkt):

Prüfe die Berechtigungen, die die App von dir fordert!
Achte darauf, welche Berechtigungen die App im Einzelnen abfragt, bspw. die Berechtigung, deine Bildergalerie auf deinem Smartphone zu durchsuchen. Ist die einzelne Berechtigung wirklich notwendig, damit die App funktionieren kann? Kannst du der App einzelne Berechtigungen ggf. entziehen?


Schütze deine Daten!

1. Behalte die Kontrolle darüber, indem die Bearbeitung von Fotos lokal auf deinem Smartphone passiert!

Wird das Foto, das du anhand der App bearbeiten möchtest, auf Server von FaceApp geladen? Oder wird gar deine gesamte Galerie hochgeladen? Ruft die App zusätzlich Meta-Daten, wie Aufnahmezeit, -datum und -ort über dein Foto ab? Wo hat die App Ihren Sitz? In der EU oder im außereuropäischen Ausland? Bei der Beantwortung dieser Fragen bist du meist auf die Angaben des Anbieters angewiesen. Findest du vielleicht gar keine Antworten, solltest du stutzig werden und die Nutzung der App möglicherweise überdenken.
FaceApp lädt die Fotos, die du damit bearbeitest, nach ersten Erkenntnissen einer Sicherheitsexpertin, auf folgende Server: Amazon- (USA) und Google-Server (Irland und Singapur) (Quelle: heise.de, Stand: 19.07.2019).

2. Was passiert mit deinem Foto nach der Bearbeitung?

Wird das Foto auf dem FaceApp-Server anschließend gelöscht? Kannst du dies ggf. über eine Löschanfrage beantragen?
Wer besitzt die Urheberrechte an den von dir bearbeiteten Fotos? Trittst du diese ggf. an den App-Anbieter ab oder nimmt er sich heraus, diese für weitere Zwecke zu nutzen, bspw. um Werbung mit ihnen für sein Produkt zu machen? Die Macher sagen, dass die "meisten Bilder" nach 48 Stunden gelöscht würden und auch kein Verkauf oder Weitergabe an Dritte stattfände. Das lässt sich aber nicht wirklich prüfen. Zudem können sich solche Aussagen schnell ändern. WhatsApp sollte auch werbefrei bleiben und es sollte keinen Datenaustausch mit Facebook geben (www.br.de)!
Im Fall von FaceApp kannst du über folgenden Mail-Adressen in Kontakt mit dem Anbieter treten, um eine Löschung zu fordern:

  • Support-Adresse: support@faceapp.com
  • Kontakt-Adresse: contact@faceapp.com

Am Ende dieser Überlegungen sollte die Frage stehen, ist das kurze Vergnügen es wert, deine Daten an andere weiterzugeben!


Weitere Infos: