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Die verwanzte Wanze

Quelle: stux / pixabay.com Lizenz

Dass Smart-Home-Geräte, wie z.B. Alexa, alles mithören und speichern, dürfte sich zwischenzeitlich herumgesprochen haben: s. News vom 18.4.2019

Gleichwohl ist der Trend zu digitalen Sprachassistenten nicht aufzuhalten: Eine Studie der Postbank hat ergeben, dass aktuell 32 % der Deutschen digitale Sprachassistenten verwenden. Tendenz steigend.

Jetzt wollen auch die Sicherheitsbehörden über Alexa und Co gerne mithören können, was zu Hause gesprochen wird. Auch auf die Daten sonstiger internetfähiger Geräte (Kameras, Kühlschrank, Fernseher etc.) möchte man zugreifen. Die Innenministerkonferenz befürwortet, dass die Smart-Home-Daten bei der Aufklärung von Verbrechen und der Terrorbekämpfung nach richterlicher Anordnung als Beweismittel zugelassen und somit beschlagnahmt und ausgewertet werden dürften.

Kritik daran gibt es von Datenschützern; aber auch aus dem Bundesjustizministerium: Der Schutz der persönlichsten Lebensbereiche und die Freiheit jedes Beschuldigten, sich nicht selbst zu belasten, dürften durch keine Technologien umgangen werden, so Verbraucherschutz-Staatssekretär Gerd Billen.

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