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Die „Schattenseiten“ von Facebook

Quelle: geralt / pixabay.com CC0

Forscher der Princeton Universität und der Northeastern University in Boston haben herausgefunden, dass Facebook „Schattenprofile“ über seine Nutzer anlegt, die aus Informationen bestehen, die der Nutzer Facebook nicht bewusst mitgeteilt hat, also z.B. das ausgelesene Adressbuch mit Telefonnummern, Namen oder Mailadressen von Familie, Freunden und Bekannten. Auch mit diesen heimlich erstellten Profilen lässt sich Werbung zielgruppengerecht platzieren.

Die Studie belegt außerdem, dass Facebook die Telefonnummern, die dem Unternehmen eigentlich nur für Sicherheitszwecke im Rahmen der Zwei-Faktor-Authentifizierung mitgeteilt wurden, zweckwidrig auch für Werbung nutzt.

In den Privatsphäre-Einstellungen von Facebook lässt sich dies nicht unterbinden; denn diese gelten nur für die Daten, die man Facebook selbst mitgeteilt hat.

Es bleibt zu hoffen, dass die Datenschutzaufsichtsbehörden mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung nunmehr Instrumente in der Hand haben, damit Facebook für die Nutzer Transparenz herstellt und die Zweckbindung der Daten gewährleistet.

Weitere Informationen: Netzpolitik.org