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Deutschland vor der Wahl: Werbekategorie Rechtsradikalismus bei Facebook

Quelle: Broadmark / pixabay.com CC0

Laut der amerikanischen Zeitung „ProRepublika“ hat Facebook die Zielgruppe „Judenhasser“ als Werbekategorie vermarktet.
Wie allgemein bekannt ist, finanziert sich Facebook über personalisierte Werbung. Werbetreibende können bei Facebook gezielt an bestimmte Nutzgruppen Werbung schalten, z.B. für alle Facebook-Mitglieder im Alter von 18-25 Jahren, die in Bonn wohnen und sich für Rap-Musik interessieren.
Datenbasis sind dabei insbesondere deine „Likes“, aber auch die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen. Also längst nicht nur das, was du in deinem Profil selbst angegeben hast. Wie jetzt bekannt wurde, hat Facebook diese Möglichkeit des „Targeting“ auch für Interessenten zur Verfügung gestellt, die gezielt Antisemiten ansprechen wollten. In der Zwischenzeit hat Facebook diese Werbekategorie wieder entfernt.

Das Beispiel zeigt einmal mehr, wie intensiv Soziale Netzwerke für politische Meinungsmache instrumentalisiert werden. Nutzer können gezielt angesprochen, in ihren politischen Haltungen bestärkt oder gar - mittels Fake-News - aufgehetzt werden. Die Kenntnis dieser Mechanismen ist mittlerweile wichtiger Bestandteil von Medienkompetenz, gerade für euch als junge Internetnutzer und Erstwähler.

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