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Deine Bewerbung bald bei Facebook?

Quelle: geralt / pixabay.com CC0

Mit einer neuen Funktion, die für amerikanische und kanadische Nutzer seit vergangener Woche verfügbar ist, öffnet sich das soziale Netzwerk nun auch dem Arbeitsmarkt: Unternehmen können direkt auf Facebook Jobangebote einstellen und Arbeitssuchende sich daraufhin ebenfalls über Facebook bewerben. Was zunächst vielleicht praktisch erscheint, lässt die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben allerdings weiter verschwimmen. Gerade das eigene Facebook-Profil ist häufig eher auf den privaten Bereich ausgerichtet, wird zur Kommunikation mit Freunden, zum Austausch über Hobbys und zur Selbstinszenierung genutzt. Es können sehr genaue Rückschlüsse darüber gezogen werden, mit welchen Personen sich der Nutzer umgibt, welche Veranstaltungen er besucht und welche Einstellungen und Vorlieben er hat. Abhängig davon, wie beliebt das neue Feature sein wird, könnte es auch passieren, dass Personen, die keinen Facebook-Account haben, von Teilen des Arbeitsmarktes ausgeschlossen werden. Darüber hinaus erweitert sich die ohnehin schon riesige Datensammlung des Konzerns um weitere wichtige Informationen: Welche Qualifikationen wir haben, für welche Jobs wir uns interessieren, wie hoch deren Bezahlung ist (und damit auch, in welcher Gehaltsklasse wir uns bewegen) und ob wir viele Absagen von Unternehmen bekommen.


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