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„Coin Master“: Glücksspiel für Kinder

Quelle: igorovsyannykov / pixabay.com Lizenz

Spätestens seit Jan Böhmermanns kritischem Beitrag im Neo Magazin Royale ist die Spiele-App „Coin Master“ allgemein bekannt. Zuvor nervte sie bereits viele YouTube-Nutzerinnen und Nutzer in Form von aufdringlichen Werbe-Clips. Das Ziel des Spiels besteht darin, ein virtuelles Dorf aufzubauen, für dessen Finanzierung man sogenannte „Coins“ benötigt. Die virtuelle Währung kann man an einem simulierten Spielautomaten gewinnen. Dieser kann jedoch nur fünf Mal pro Stunde benutzt werden. Um die Wartezeit zu umgehen, kann sich der Spieler aber gegen Echtgeldzahlung weitere Versuche kaufen.

„Abzocke“ und „Glücksspiel für Kinder“ wird die App unter anderem genannt, da sie ihre Spieler zu zahlreichen In-App-Käufen anregt und die Gefahr besteht, dass Minderjährige zu „echtem“ Glücksspiel motiviert werden.

Als Reaktion auf die Kritik wurde mittlerweile die Altersfreigabe von Coin Master im Apple App Store von 0 auf 17 Jahre und bei Google Play auf 16 Jahre hochgesetzt. Auch bezüglich des Datenschutzes ist Coin Master äußerst bedenklich: Die App enthält ganze 16 Tracker, die das Nutzungsverhalten der Spieler ausspionieren. Darunter sind unter anderem drei Tracker von Google und fünf von Facebook.

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