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Bald Gesichtserkennung an französischen Schulen?

Quelle: teguhjatipras / pixabay.com Lizenz

Eine EU-Premiere der besonderen Art bahnt sich möglicherweise in Frankreich an:

An Schulen soll eine automatische Gesichtserkennung zur Zugangskontrolle eingeführt werden.

Derzeit ist an Gymnasien ein Test geplant, bei dem sich die Schuleingangstüren nur öffnen, wenn die dort installierten Kameras das Gesicht eines Schülers oder Lehrers elektronisch erkennen. So soll der Zutritt durch Unbefugte - etwa Gewalttäter - verhindert und Wachpersonal eingespart werden.

Die französische Datenschutzaufsichtsbehörde CNIL hat diese Pläne als "unnötig und unverhältnismäßig" bezeichnet und vorerst untersagt. Hintergrund ist, dass biometrische Daten, also etwa die Merkmale eines Gesichts, der Stimme, der Fingerabdrücke oder die Muster der Iris, sehr sensibel sind, da sie eindeutig einer Person zugeordnet werden können und möglicherweise weitere Rückschlüsse zulassen, etwa auf die Gesundheit. Außerdem können sie im Gegensatz zu einem Passwort nicht verändert werden und die Erkennungstechnologie ist oft fehleranfällig. Existieren solche zentralen Datensammlungen von Gesichtern, ist auch eine Erweiterung der Verwendung nie ausgeschlossen. Aus Sicht des Datenschutzes sei ein herkömmlicher Ausweis völlig ausreichend, um den Zutritt zu einem Gebäude zu kontrollieren, so die CNIL.

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