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„Alexa“, du und die anderen

Quelle: mcmurryjulie / pixabay.com Lizenz

Schnell und einfach per Sprachbefehl die Musik auf deinem Smartphone starten, die Wettervorhersage für das Wochenende checken oder eine Pizza bestellen…  Digitale Sprachassistenten sind der neue Hype auf dem Smartphone oder als Box zu Hause und versprechen dir deinen Alltag zu erleichtern. Alexa (Amazon Echo), Siri (Apple) oder Google Assistant (Google) und Co. erkennen anhand eines Aktivierungswortes deinen Sprachbefehl, interpretieren und verarbeiten ihn automatisiert – all das passiert verborgen im Hintergrund –  und du bekommst anschließend einen Treffer geliefert.
Gehörst du vielleicht zu den 6% der Jugendlichen, die eine solche Box besitzen (Quelle JIM-Studie 2018)?

Die Probleme
Digitale Sprachassistenten sammeln und verarbeiten deine Daten. Dabei geht es bspw. um Spracheigenheit, wie etwa Akzente, Satzmelodie, Rhythmus und Sprechtempo des Benutzers. Diese Informationen werden andererseits auch zur Verbesserung der Geräteinteraktion genutzt. Wichtig ist zu wissen, dass die Daten häufig außerhalb von Deutschland verarbeitet werden (z.B. auch in Cloud-Lösungen), so dass du nicht weißt, wie gut deine Daten vor anderen geschützt sind und ob du bei der Art der Verarbeitung eingreifen kannst.

Schwierig ist auch, dass Freunde, die dich zuhause besuchen, unbemerkt persönliche Informationen preisgeben können, weil sie nicht wissen, dass die Software aufzeichnet. Zudem können minderjährige Kinder, wie z.B. deine jüngeren Geschwister, Inhalte aufrufen, die nicht für sie geeignet sind.

Diese Probleme wurden nunmehr in einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages zusammengefasst: www.bundestag.de

Was kannst du tun? Tipps für den Umgang mit Digitalen Sprachassistenten

  • Nutze Sprachassistenten bewusst, kläre Menschen, die dabei in der Nähe sind, vorher darüber auf.
  • Schalte den Sprachassistenten immer aus, wenn du ihn nicht brauchst.
  • Kontrolliere und lösche regelmäßig dein Anfrageprofil, das du im Internet oder der App einsehen kannst, z.B. mit dem Kommando: „Alexa – lösche alles, was ich heute gesagt habe!“.
  • Wenn du dir zusätzliche „Skills“ für deinen digitalen Assistenten herunterlädst, achte darauf, dass du nur Programme von vertrauenswürdigen Anbietern hinzufügst.

Weitere Informationen:

Artikel auf YoungData

Spot "Digitale Sprachassistenten - Hilfreich oder digitale Petze" mit Jugendlichen für Jugendliche von App+on