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Tracking-ID: Zwangsüberwachung von Android-Nutzern?

Quelle: neotam / pixabay.com Lizenz

Vor kurzem wurde von Bürgerrechtlern eine DSGVO-Beschwerde gegen Google eingereicht, da jeder Android-Nutzer ohne Zustimmung anhand einer sogenannten "Android Advertising ID" überwacht wird. Über eine solche Tracking-ID werden Daten über das Nutzungsverhalten gesammelt und an zahlreiche Dritte für Werbezwecke weitergegeben. Auch der für Google Deutschland zuständige Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat "erhebliche datenschutzrechtliche Zweifel" an der Vorgehensweise von Google.

Das eigentliche Problem daran ist aber nicht einmal die ID an sich, sondern die Tatsache, dass sie völlig ohne Zustimmung des Nutzers auf jedem Android-Handy erstellt wird. Laut der Datenschutz-Grundverordnung ist eine "Opt-in"-Zustimmung des Nutzers notwendig, bevor eine solche ID erstellt werden darf.

Dazu kommt noch, dass der Nutzer keinerlei Möglichkeit hat, die ID im Nachhinein zu löschen. Direkt nach dem ersten Einschalten eines neuen Android-Handys wird von Google automatisch eine Tracking-ID auf dem Gerät platziert. Die einzige Möglichkeit die bleibt, ist das Generieren einer neuen ID. Da die generelle Deaktivierung dieser Form der Nachverfolgung nicht möglich ist, wird das Problem so aber natürlich in keinster Weise abgeschwächt oder gar beseitigt!

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