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Stalking-Gefahr durch AirTags und Co.

Quelle: Lukgehr / pixabay.com Lizenz

Nicht zuletzt durch die sog. Apples AirTags werden Lokalisierungstools immer beliebter. Die Technologie hinter den kleinen Anhänger funktioniert auf sehr stromsparender Bluetooth-Technik, die von der „Wo ist“-Funktion von iPhones erkannt wird. Sie ermöglicht es, die Anhänger über viele Wochen hin zu orten.

Problematisch bei dieser Technologie ist jedoch, dass sie sich auch unbemerkt bei Personen verstecken lässt, zum Beispiel im Innenfutter einer Jacke oder im Auto. Ohne dass der oder die Überwachte etwas davon bemerkt, kann der Überwachende somit die ganze Zeit den Standort der Person nachverfolgen. Berichte über dieses Nachspionieren finden sich mittlerweile immer mehr im Netz. Eine Twitter-Nutzerin erregte bereits vor einigen Wochen Aufsehen, als sie die entsprechenden Benachrichtigungen postete, in denen ihr Handy ihr die Fremdüberwachung anzeigte. Nun meldete sich als weiterer Fall erstmals eine Prominente, die einen fremden Air-Tag in ihrer Tasche gefunden habe.

Apple hat nunmehr eine Sicherheit vor unbemerkter Überwachung eingebaut, denn IPhone-Besitzer haben immerhin die Möglichkeit, dass sie angezeigt bekommen, wenn sich ein fremder AirTag in ihrer Umgebung befindet. Auch sind die Tags so konfiguriert, dass sie Piep-Geräusche senden, wenn sich das iPhone des Suchenden in der Nähe befindet. Bereits kurz nach Markteinführung wurde jedoch herausgefunden, dass sich  diese Audio-Warnung leicht deaktivieren lässt. Zudem erhalten Android-Nutzer nicht die automatischen Hinweise auf die AirTags. Gleiches gilt für Tag-Modelle anderer Hersteller, die dann jeweils nur vom System des jeweiligen Anbieters erkannt und auch nur darin angezeigt werden.

Die Technologie zur unbemerkten Überwachung findet also mehr und mehr Verbreitung in unseren Alltag. Nun wären die Hersteller am Zug, durch Schaffung von einheitlichen Transparenz-Standards die Überwachungsmöglichkeiten zumindest zu erschweren.

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