Startseite  >> detail

IP-Adresse unbedeutend? Fehlanzeige!

Quelle: geralt / pixabay.com CC0

Auch wer sich im Netz sehr datensparsam verhält und weder seinen Namen noch andere Informationen über sich preisgibt, kann auf dem Radar von Sicherheitsbehörden landen. Dies zeigt ein Fall aus den USA, wo die Polizei von Google die Herausgabe aller IP-Adressen von Nutzern verlangt hatte, die nach einer bestimmten Information gesucht hatten. In dem konkreten Fall ging es um Personen, die nach der Adresse eines Brandanschlages gegoogelt hatten. Ohne also Informationen zu einer bestimmten verdächtigen Person abzufragen, haben die Sicherheitsbehörden somit massenhaft Daten von Nutzern erhoben, ohne dass bei ihnen ein konkreter Verdacht vorlag. Allein im Jahr 2019 soll Google in 400 Fällen entsprechende Anfragen erhalten und beantwortet haben. Diese Praxis wird seit Jahren kritisiert und wäre in Deutschland nach den derzeitigen Gesetzen auch nicht rechtmäßig. Technisch stünde dem jedoch nichts im Wege, da Google auch in Deutschland die entsprechenden Suchanfragen in Verbindung mit den IP-Adressen speichert.

Mehr:
netzpolitik.org
heise.de