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Facebook darf nicht länger uneingeschränkt Nutzerdaten sammeln

Quelle: Simon / pixabay.com CC0

Beim Erstellen eines Facebook-Accounts muss den Nutzungsbedingungen zugestimmt werden. Bisher beinhalteten diese auch die Verarbeitung und Verwendung von Nutzerdaten, die außerhalb der Plattform erfasst wurden.
Das bedeutet, dass Facebook auch personenbezogene Daten seiner Nutzer außerhalb von facebook.com sammelt. Diese werden anschließend für Werbezwecke verwendet und sollen zu einem besonders „personalisierten Nutzungserlebnis“ beitragen.
Laut dem Bundeskartellamt nutzt Facebook mit diesem Vorgehen jedoch eine marktbeherrschende Stellung missbräuchlich aus: Den Nutzern wird keine Wahl darüber gelassen, ob die Personalisierung ihrer Facebook-Nutzung nur auf den von ihnen auf der Plattform preisgegebenen Daten basieren soll, oder, ob dafür auch auf Daten außerhalb von Facebook zugegriffen werden darf.

Das Bundeskartellamt hatte dem sozialen Netzwerk dieses Vorgehen untersagt, solange der Nutzer dafür keine explizite Einwilligung abgegeben hat. Der BGH hat nunmehr dieses Verbot bestätigt.

Weitere Informationen:
bundesgerichtshof.de
datenschutz-hamburg.de