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Clearview: Das Ende der Privatsphäre?

Quelle: geralt / pixabay.com Lizenz

Dass das Prinzip von Gesichtserkennung äußerst problematisch ist, wird die wenigsten überraschen.
Jedoch hebt eine App namens Clearview dieses Problem nun auf ein völlig neues Level.  
Das in New York ansässige Start-up-Unternehmen hat sich auf die Gesichtserkennung anhand von Computersystemen spezialisiert und aus öffentlich zugänglichen Internetquellen wie etwa Sozialen Netzwerken bisher bereits mehrere Milliarden Fotos von Personen gesammelt.
Die App wurde bisher Hunderten von US-amerikanischen Polizeibehörden zur Verfügung gestellt, damit diese es leichter haben, Kriminelle zu identifizieren. Die Technologie, durch die diese Vorgehensweise ermöglicht wird, funktioniert allerdings nicht vollkommen fehlerfrei. Die Möglichkeit, dass Unschuldige fälschlicherweise verdächtigt oder sogar verhaftet werden, besteht also, ist zumindest aktuell aber noch relativ unwahrscheinlich.

Laut Clearview AI funktionieren die für die App eingesetzten Algorithmen ethisch und vorurteilslos, was von der Informatikerin Joy Boulamwini jedoch stark angezweifelt wird.
Sie habe im Rahmen ihrer Untersuchungen zu Clearview festgestellt, dass insbesondere dunkelhäutige Frauen häufig fehlerhaft zugeordnet werden.

Mehr Informationen:
nytimes.com
spiegel.de
datenschutzbeauftragter-info.de
wikipedia.org

PimEyes: hochgefährliche Suchmaschine
netzpolitik.org
n-tv.de

Pressemitteilung des LfDI Baden-Württemberg zum Thema Gesichtserkennung:
badenwuerttemberg.datenschutz.de