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Gefahren

Cybermobbing - aus Versehen

Du lädst einen Schnappschuss oder eine lustige Fotomontage von jemandem aus deiner Schule hoch, hinterlässt einen frechen Kommentar oder machst einen Witz. Da steckt keine böse Absicht dahinter, aber dein Beitrag erreicht ein breites Publikum, z.B. deine Freunde bei Facebook. Der Beitrag wird „geliked“, kommentiert und damit weiter verbreitet. Dies kann in Windeseile geschehen und einen „Shitstorm“ gegen die abgebildete bzw. kommentierte Person, aber auch gegen dich auslösen. So schnell kann man zum Auslöser bzw. zur Zielperson von Cybermobbing werden.

Wie viele Leute sehen meine Beiträge?

Das hängt von der Einstellung der Sichtbarkeit in deinem Netzwerkprofil ab. Wenn du z.B. 100 Freunde bei Facebook hast und dein Profil so eingestellt hast, dass nur deine Freunde deine Beiträge sehen können, sehen das diese 100 Leute. Diese 100 Leute können den Beitrag auch weiter verbreiten.

Wenn du 100 Freunde hast und die Sichtbarkeitseinstellung „Freunde von Freunden“, können das 100 Freunde und deren Freunde sehen. Wenn das auch jeweils 100 Freunde sind, können 100 x 100 = 10 000 Leute deine Beiträge sehen, kommentieren, weiter verbreiten ...

Mehr zu den facebook-Profileinstellungen bei klicksafe und hier.

Cybermobbing - absichtlich

Du ärgerst dich über jemanden oder bist eifersüchtig, neidisch, wütend ...

„Ich mach dich fertig“,denkst du - und besonders effektiv geht das im Internet.

Cybermobbing ist kein Kavaliersdelikt. Wer andere gezielt mobbt, kann sich strafbar machen!

Identitätsklau / „Fake Profil“
In Sozialen Netzwerken werden beleidigende Inhalte und Fotos zu einer Person auf einer eigenen Profilseite veröffentlicht. Manchmal werden auch falsche Anzeigen geschaltet, z.B. eine Kontaktanzeige mit Adresse und Telefonnummer.

Hassgruppe
Eine solche Gruppe wird in Sozialen Netzwerken gegründet, um mit mehreren Leuten eine Person gezielt fertig zu machen. Sie wird beschimpft und lächerlich gemacht.

Peinliche Aufnahmen
Bilder und Videos werden per Messenger, E-Mail oder Hochladen auf Webseiten und in Online-Alben verbreitet.

Persönliches und Vertrauliches - Sexting
Private Nachrichten werden an die große Glocke gehängt und intime Bilder und Videos werden verbreitet, z.B. nach einer Trennung, sogenanntes "Sexting". Dieses Problem verbreitet sich mehr und mehr. In der Schweiz hat die Organisation "Pro Juventute" mit einer großen Plakatkampagne auf ihre Hilfe-Hotline zu Sexting hingewiesen.

Plakatkampagne gegen Sexting
Quelle: ©Pro Juventute

Handysektor erklärt: Was ist eigentlich Sexting?
Quelle: handysektor.de

Cybermobbing macht krank, traumatisiert, kann Leben zerstören.

Comic Das Netz vergisst nichts
Quelle: handysektor.de

Immer wieder gibt es Cybermobbingfälle, die das Opfer seelisch und körperlich schwer verletzen und in den Selbstmord treiben. Wenn man bedenkt, wie schnell sich peinliche Bilder und Inhalte im Internet verbreiten und wie groß das Publikum ist, kann man den Druck nachvollziehen. Dazu kommt, dass der Mobbingprozess die Zielperson rund um die Uhr überall hin verfolgt. Den Tätern ist nicht immer bewusst, was sie anrichten, sie sehen nur die Tastatur und den Bildschirm und nicht die unmittelbare Reaktion des Menschen, um den es geht.

Wie weit Cybermobbing die Betroffenen im schlimmsten Fall bringen kann, zeigt der Fall der kanadischen Schülerin Amanda Todd, die sich aufgrund von Cybermobbing im Oktober 2012 das Leben genommen hat. Medienberichten zufolge hat sie dieses Video kurz vor ihrem Freitod aufgenommen:

Amanda Todd's Story: Struggling, Bullying, Suicide, Self Harm
Quelle: ChiaVidoes

Es wächst kein Gras im Internet!

Das Internet ist eine riesige Sammlung von Daten. Alles, was wir dort veröffentlichen, wird gespeichert und kann in vielen Jahren gefunden und gelesen werden. Für viele Bereiche ist das sinnvoll und praktisch. Für beleidigende und verletzende Inhalte gilt das leider auch. Es kann „kein Gras drüber wachsen“ und das bedeutet, dass diese Beiträge in vielen Jahren noch Schaden anrichten können, z.B. als Suchergebnis bei der Personensuche mit einer Suchmaschine.

Dies sollte man bedenken – bei allem, was man online tut.

Wie lässt sich Cybermobbing vermeiden?

Wie verhalte ich mich, wenn ich – aus Versehen oder absichtlich – zum Täter geworden bin?

Wie verhalte ich mich, wenn ich gemobbt werde?

Was kann ich tun, wenn ich Zeuge von Cybermobbing werde?

Weitere Informationen

Quelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Modul „Cybermobbing“
von: klicksafe.de

Flyer Cybermobbing
von: Saferinternet.at

Film - Tipps

Es ist wie nackt über den Schulhof laufen
von: Allgemeine Zeitung

Video „Folgenschwer“
von: juuuport

Fotostory „Stille Gewalt“
von: jugendinfo.de

Unterrichtsmaterial

Unterrichtsmaterial „Soziale Netzwerke“
von: Internet-ABC

„Facebook und andere Netzwerke“
von: klicksafe.de

„Like me – Jeder klick zählt“
von: klicksafe.de

Thema "Sexting"
von: klicksafe.de

Sexting kann Dich berühmt machen. Auch wenn Du es gar nicht willst.
von: PRO Juventute (CH)

Trend Sexting: Schüler posten Nacktbilder
von: Radio FFH

Sexting: Merkblatt für Kinder und Jugendliche (PDF)
von: projuventute.ch

Sexting: Merkblatt für Eltern (PDF)
von: projuventute.ch

Sexting - Spaß oder Verbrechen?
von: Handysektor.de

Sexting: Flyer für ältere Kinder und Jugendliche (PDF)
von: petze-institut.de

Sexting: Flyer für Eltern und Pädagogische Fachkräfte (PDF)
von: petze-institut.de

Unterrichtseinheit „Homevideo“
von: filmwerk.de

Verschärfung des Sexualstrafrechts
von: heise.de